Vollbremsung im Gehirn

Kabarettistin Frieda Braun begeisterte mit sauerländischem Humor die Zuschauer

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Ganz schön schräg: Die Kabarettistin Frieda Braun versprühte bei ihrem Auftritt im Gudensberger Bürgerhaus sauerländischen Charme.

Gudensberg. Eine Sauerländerin zu Gast im Chattengau: Frieda Braun stand am Freitagabend auf der Bühne im Bürgerhaus von Gudensberg. Hinter dieser Rolle steckt die Kabarettistin Karin Berkenkopf aus Winterberg. Mit im Gepäck hatte sie ihr Programm „Rolle vorwärts" und brachte damit das Publikum im Minutentakt zum Lachen.

Frieda war mit den Zuschauern gleich „per du" und freute sich, dass „jeder so zahlreich erschienen war". Die Veranstaltung war ausverkauft.

Frieda stürzte sich sogleich auf das erste Thema ihrer Show: Krankheiten, die man sich bei der Arbeit holt. So sei es auch dem jungen Norweger „Björn aut“ gegangen, nach dem die Krankheit benannt wurde, bei der das Gehirn eine Vollbremsung mache und einen die Anderen dann aus dem Verkehr ziehen müssten.

Nicht einmal vor royalen Häuptern mache dieser „Björn Aut“ halt. Während man bei der niederländischen Majestät Beatrix keine Symptome sehen könne, seien die Anzeichen bei ihrer englischen Kollegin Queen Elisabeth ganz eindeutig. Oder warum trage sie sonst immer Hüte, deren Schwerpunkt stets an der selben Stelle sei, wenn dieser nicht dazu diene, die vom „Björn Aut“ verursachte Schieflage der Kopfes wieder zu richten?

Es sei ja auch schon höchste Zeit, dass die Queen abdanke, sonst komme der arme Charles schließlich nie aus seiner Prinzenrolle.

Frieda widmete sich aber nicht nur vermeintlich medizinischen Belangen, sondern warf auch die Frage auf, wie viel Bildung eine Beziehung wohl aushalte. Es werde nun mal problematisch, wenn sich „Frau“ fortbilde und dann merke, dass „Mann“ viel dümmer ist, als gedacht.

Darum müsse man Bildung langsam und tröpfchenweise in eine Beziehung einfließen lassen, und so hat Frieda mit ihrer Frauengruppe in Winterberg ein „Fortbildungskursprogramm“ entwickel, das sie dem Publikum vorstellte.

Im Angebot sind unter anderem ein „FKK-Schwimmkurs“, „Flora und Fauna im Sechs-Gäng-Menü“ und der Kurs „Rettet den Sauerländer“.

Für diesen Kurs werde allerdings noch ein Leiter gesucht. Es habe sich noch keiner gefunden, der den jungen sauerländer Pärchen beibringt, in der Zeit nach der Tagesschau, bei der romantischen Zweisamkeit nicht nur ans eigene Vergnügen, sondern an das Sauerland und seinen Bevölkerungszuwachs zu denken. Die Kabarettistin unterhielt das Publikum köstlich und bereitete den Anwesenden viel Freude.

Die Zuschauer entließen Frieda Braun erst nach einer Zugabe, bei der die Sauerländerin noch einmal aus dem heimischen Nähkästchen, von den Auswirkungen einer Bohnensuppe und von mit Namen versehenen Unterhosen in falschen Handtaschen plauderte.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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