Kästner ist unvergessen: Texte und Musik im Spangenberger Stadtcafé

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Sorgten einmal mehr dafür, dass Erich Kästner unvergessen bleibt: Jürgen Oßwald unterstützte Schauspieler Herwig Lucas am Piano.

Spangenberg. Die Texte von Erich Kästner haben bis heute nichts von ihrem Charme verloren. Das zeigten Schauspieler Herwig Lucas und Pianist Jürgen Oßwald mit ihrem Programm „Es ist nicht leicht vergnügt zu sein“ am Samstagabend im Spangenberger Stadtcafé.

Mit Texten aus Kästners Autobiographie sowie Liedern und Gedichten des Humoristen gab Lucas dem Verstorbenen eine Stimme.

Zwischen Melancholie, Derbem, Witz und Satire offenbarten Oßwald und Lucas dem Publikum das Wesen des Schriftstellers in all seinen Facetten: Von dem Schreiber erotischer Texte über die Liebe zu seiner Mutter, dem Theaterkritiker, seinem Publikationsverbot zu Zeiten des Nationalsozialismus bis hin zum Autor von Kinderbüchern.

Der ausgebildete Schauspieler Lucas sprach mit Leidenschaft über das Leben Kästners. Oßwald und Herwig nahmen das Publikum mit auf eine Reise durch das Leben von Kästner. Und wie könnte das besser funktionieren als mit Worten des Humoristen und Satirikers selbst. Bedächtig lauschten die Zuhörer der mal eindringlichen, mal gefühlvollen Stimme des Schauspielers und den Klängen des Pianisten, der stets die Stimmung der Texte von Kästner musikalisch aufgriff.

Das Programm endete, wie es anfing, mit Kästners: „Ein alter Mann geht vorüber“, und den Worten „Meistens war es schade um die Zeit“. Dieser Satz Kästners – da war sich das Publikum einig – traf nicht auf das Programm von Oßwald und Lucas zu. Unterhaltsamer als an diesem Abend kann man die literarischen Werke Kästners kaum kennen lernen.

Minutenlanger Applaus

Lauschte das Publikum während des Auftrittes aufmerksam den Texten Kästners, gab es am Ende kein Halten mehr. Nach minutenlangem Applaus nahm Oßwald erneut am Piano Platz und spielte leicht und beschwingt zu Lucas‘ Gesang „Als er dann erwachsen war, sah alles anders aus“. (yvk)

Quelle: HNA

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