Die Arbeitslosenquote ist saisonbedingt von 5,6 (Dezember) auf 6,5 Prozent gestiegen

Arbeitsmarkt: Kalter Winter, weniger Jobs

Fritzlar-Homberg. Ein eisiger Wind herrschte nicht nur auf den Straßen und Plätzen der Region, auch auf dem Arbeitsmarkt sah es im Januar frostig aus. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,6 Prozent im Dezember auf 6,5 Prozent im Januar.

Für Martin Büscher, Chef der Agentur für Arbeit in Fritzlar, war es dennoch ein „ganz normaler Januar“, wie er sagte. Der Winter habe dafür gesorgt, dass aus witterungsabhängigen Berufen viele neue Arbeitslose gemeldet wurden, zum Beispiel im Gartenbau und in Handwerksberufen wie Zimmerleute und Maler.

Der Anstieg der Arbeitslosen vom Dezember zum Januar sei vergleichbar mit der Entwicklung in den Vorjahren. Auch 2008/2009 sowie 2009/2010 sei das sehr ähnlich gewesen.

Entscheidender Indikator für Agenturchef Büscher ist daher auch der Vergleich mit dem Januar des Vorjahres. Damals betrug die Arbeitslosenquote 6,6 Prozent. Das aktuelle Ergebnis liegt also um 0,1 Prozentpunkt besser als vor einem Jahr, damals waren 52 Menschen mehr ohne Arbeit.

Neu gemeldet wurden der Arbeitsagentur im Januar 111 freie Stellen. Bedarf gebe es nach wie vor in der Logistik- und Lagerbranche, erklärte Büscher. Dort habe sich auch das Wetter kaum ausgewirkt.

Außerdem werden zurzeit Bewerber für Gesundheitsdienstberufe gesucht, allein im Arzthelferbereich seien in Fritzlar-Homberg zehn Stellen gemeldet.

Negative Vorzeichen

Den Februar sieht Büscher mit negativen Vorzeichen und rechnet mit einem weiteren Anstieg um 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte. Zum einen werde sich der Winter noch auswirken, zum anderen endeten Ausbildungsverhältnisse, was aber erst im Februar in der Statistik auftauche.

Insgesamt erwartet er für die nächste Zeit eine Stagnation auf dem Niveau der Zahlen des Vorjahres. Viele Einflüsse seien aber noch gar nicht absehbar, ergänzte Büscher. (ode)

• Agentur-Außenstelle Homberg mit neuer Adresse: Melsunger Straße 11, Gelände des ehemaligen Homberger Krankenhauses.

Quelle: HNA

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