Institut bestätigt dem Malteser Rettungsdienst gute Hygiene in den Rettungswagen

Im Kampf gegen Keime

Experten in Sachen Hygiene: Praxisanleiter Christian Bathe (von links) mit Hygiene-Handbuch und Niklas Brandebusemeyer wissen, wie man gegen Keim vorgeht. Foto: Leissa

Gudensberg. Wer beim Malteser Rettungsdienst in Gudensberg mitfährt, braucht keine Angst vor MRE-Keimen zu haben. Denn der Befund eines Hygieneinstituts bescheinigt den Rettungshelfern nun schwarz auf weiß einen keimfreien Arbeitsplatz.

Für die freiwillige Untersuchung drückten die Malteser steril angelieferte Probenbehälter an die häufigsten Gebrauchsflächen im Inneren der Rettungswagen.

Die wie Petrischalen aussehenden Proben haben einen Nährboden, auf dem sich im Labor Verunreinigungen feststellen lassen. Mit der Abklatsch-Methode habe man zehn bis zwölf verschiedene Stellen in den Rettungswagen getestet, erklärt Stephan Frühauf, Bereichsleiter des Malteser Rettungsdienstes im Schwalm-Eder-Kreis. „Wir ließen alle Bedienungselemente und Sitzflächen des Fahrzeugs als auch einige medizinische Geräte auf Keime prüfen“, sagt Frühauf.

Infektionskette unterbrechen

Getestet wurden die Proben in erster Linie auf Multi-Resistente Erreger (MRE), die unempfindlich auf Antibiotika reagieren können. „Die Rettungswagen werden einmal täglich desinfiziert“, sagt Praxisanleiter Christian Bathe. Es sei wichtig, eventuelle Infektionsketten zu unterbrechen, erklärt Bathe, denn die Patienten sollen sich nicht mit Keimen und Viren anstecken. Darum sei eine Desinfektion der Hände vor und nach jedem Patientenkontakt Pflicht für alle Rettungs- und Notfallsanitäter.

Die Mitarbeiter werden zudem bei Schulungen auf den neuesten Hygiene-Standard gebracht und lernen, verschiedene Infektionsarten und die dazugehörigen Erreger zu erkennen. Trotzdem liege in jedem Fahrzeug ein Hygienehandbuch. „Ungewöhnliche Fälle wie beispielsweise Ebola müssen schnell erkannt werden, darum haben wir Übersichten in den Handbüchern gelistet“, sagt Bathe. So können die Sanitäter im Zweifelsfall immer richtig reagieren.

Gute Vor- und Nachbereitung sind das A und O für die Notfallsanitäter aus Gudensberg. Von Einmal-Handschuhen und Atemschutzmasken bis hin zu Hygieneanzügen bei Infektions-Notfällen befindet sich in den zwei Rettungswagen des Malteser Rettungsdienstes alles für eine saubere und vor allem keimfreie Arbeitsumgebung.

Von Margarete Leissa

Quelle: HNA

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