Kampf gegen Schatten im Solarpark bei Gasterfeld - zweimal im Jahr wird gemäht

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Christina Holzhauer

Gasterfeld. Schafe können den Job nicht übernehmen. Die würden zwar das Gras zwischen den Solarfeldern fressen, aber auch an den Kabeln knabbern, über die die Energie aus dem Solarpark bei Gasterfeld ins Stromnetz eingespeist wird. Bleibt also nur der Klassiker, sagt Christina Holzhauer, Prokuristin bei den Stadtwerken Wolfhagen. Also werden die Grünflächen zwischen den Modulreihen mit Aufsitzern gemäht. Die Stadtwerke engagieren dafür ein Subunternehmen.

Wichtig ist, dass möglichst kein Schatten auf die Solarelemente fällt. Zu viel Schatten würde die Energieausbeute im Park reduzieren. Damit dies nicht geschieht, zieht der Fahrer des Aufsitzmähers im Frühjahr seine Bahnen. Ein Streifen von etwa drei Metern vor der tiefen Seite der nach hin Süden geneigten Module wird kurz geschnitten. Im Spätsommer gibt es eine zweite Mähaktion, dann kommen auch die Flächen unter den Tischen an die Reihe. Die müssen allerdings per Hand mit der Motorsense getrimmt werden.

Über den Sommer hinweg könne man freilich nicht verhindern, dass sich das eine oder andere Gestrüpp zwischen den Tischen emporschiebt, sagt Christina Holzhauer. Noch vor zwei Jahren hätten sich dort, wo sich heute auf 18 Hektar der Solarpark erstreckt, landwirtschaftliche Nutzflächen befunden, die gedüngt wurden. Mit der Zeit würden die Nährstoffe aus dem Boden gewaschen, was das Wachstum von Gras und Unkraut drosseln werde.

Übrigens: So ganz abwegig ist die Idee mit den Schafen als Weidevieh im Solarpark nicht, räumt Holzhauer ein. Allerdings hätte man dann bereits beim Bau der Anlage andere Kabel verarbeiten müssen, die gegenüber den Knabberattacken der Wiederkäuer immun sind. (ant)

Quelle: HNA

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