Kampf gegen Vogelgrippe: Untersuchungspflicht für Enten und Gänse

Wolfhager Land. Ab sofort dürfen Enten und Gänse nur noch transportiert werden, die nachweislich keinen Vogelgrippevirus in sich tragen.

Ein entsprechendes negatives Untersuchungsergebnis auf die gefährlichen Vogelgrippe-Viren muss sieben Tage vor dem Transport vorliegen. Dies teilt Amtstierärztin Dr. Dörte Meis vom Veterinäramt des Landkreises Kassel in Wolfhagen mit.

„Diese Untersuchung schreibt eine Dringlichkeitsverordnung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vom 22. Dezember vor.“ Die Untersuchungspflicht sei bis zum 31. März kommenden Jahres befristet und solle eine weitere Ausbreitung des in den Landkreisen Emsland und Cloppenburg (Niedersachsen) aufgetretenen Vogelgrippevirus H5N8 verhindern.

Im Landkreis Kassel gab es Ende November dieses Jahres 78 gemeldete Gänsebetriebe mit insgesamt 1030 Gänsen sowie 113 Entenhaltungen mit 1497 Enten.

Aktualisiert um 18 Uhr.

„Die Untersuchungspflicht gilt für Schlachttiere genauso wie für Tiere, die zu einer Geflügelausstellung oder einem Geflügelmarkt gebracht werden“, so die Amtstierärztin.

Aus diesem Grund wurde am Montag die Geflügelausstellung des Kreisverbandes der Rassegeflügelzüchter Kassel, die für den 10. und 11. Januar geplant war, abgesagt. „Aufgrund der aktuellen Ereignisse haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen, um unsere Tiere vor der Vogelgrippe zu schützen und nicht vor enormen Untersuchungskosten zu stehen“, erklärte der Vorsitzende des Vereins, Erwin Kilian aus Baunatal, gestern gegenüber der HNA.

Betroffen von der neuen Regelung sind nach Auskunft des Veterinäramtes auch Privatleute, die ihre Tiere zum Schlachter bringen.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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