Kreiselternbeirat, Personalräte und Gewerkschaft protestieren gegen Großbehörde

Kampf um das Schulamt

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Protest von allen Seiten: Der Personalrat des Staatlichen Schulamtes in Fritzlar, zuständig für die Kreise Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg, äußerte seinen Unmut gegen eine möglicheSchließung als im März Erster.

Schwalm-Eder. Entsetzt und besorgt zeigt sich der Kreiselternbeirat Schwalm-Eder über eine mögliche Schließung des Staatlichen Schulamts in Fritzlar zugunsten eines Großschulamtes in Kassel. Das Kultusministerium solle dazu umgehend Stellung beziehen.

Das fordern auch der Interessenverband Hessischer Schulleiter und der Gesamtpersonalrat der Lehrer für die Kreise Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg.

Auch wenn das Kultusministerium noch nichts entschieden hat, sondern die Zusammenlegung als eine von mehreren Einsparmöglichkeiten sieht, wenden sich die Interessenvertretungen gegen ein Großschulamt.

Eltern befürchten Anonymität

„Es entsteht der Eindruck, dass die vom Rechnungshof initiierte Zentralisierung der Verwaltung zu Lasten der Bildungsqualität unserer Kinder im ländlichen Raum erfolgt“, befürchtet der Kreiselternbeiratsvorsitzende Dieter Schorer aus Fritzlar. Unter anderem behindere die Anonymität einer so großen Behörde die Kreativität und die Initiative der Beschäftigten sowie der Eltern.

Auch der Interessenverband Hessischer Schulleiter (IHS) wendet sich mit einem Protestschreiben an Kultusministerin Dorothea Henzler, ebenso wie der Gesamtpersonalrat der Lehrer. Diesem geht es um den Erhalt der Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie um die Unterstützung von Eltern, Schülern und Lehrern, wie sie in einem offenen Brief an die Kultusministerin betonen.

Der Gesamtpersonalrat der Lehrer fordert darüber hinaus die Ministerin auf, den vielen Spekulationen ein Ende zu machen und die Pläne offenzulegen.

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Quelle: HNA

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