Trainingsflüge bis nach Mitternacht

Kampfhubschrauber häufiger in der Luft: Verdopplung der Flüge bis 2017

Fritzlar. Die Fritzlarer Bundeswehr-Hubschrauber sorgen für mehr Lärm, und das auch bis nach Mitternacht. Bis zum Jahr 2017 soll sich die Zahl der Trainingsflüge rund um Fritzlar im Vergleich zu 2011 nahezu verdoppeln.

In einem Gespräch in der Fritzlarer Kaserne informierte Oberstleutnant Andreas Brendel, Kommandeur des Kampfhubschrauberregiments 36, Bürgermeister aus der Region über die Veränderungen.

Da der neue Kampfhubschrauber Tiger schwerer und stärker motorisiert sei als der alte Typ BO 105, bedeute das auch mehr Lärm, teilt das Regiment mit. Falsch sei jedoch der Eindruck, die Lärmbelästigung durch die Heeresflieger habe ein nie dagewesenes Niveau erreicht.

Nach Informationen der Bundeswehr wurden bis in das Jahr 2004 hinein jährlich 9000 Flugstunden von Fritzlar aus absolviert. Durch die verzögerte Auslieferung der Tiger und die geringere Anzahl an BO 105 sowie die Simulatorflüge sei die Zahl der Flugstunden auf 3000 im Jahr 2011 gesunken.

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Da die neuen Tiger-Hubschrauber nach und nach eintreffen sollen, könne das im Jahr 2017 zwischen 5000 und 6000 Flugstunden zur Folge haben. In Nachtflugwochen sind Flüge auch nach Mitternacht möglich, in den vergangenen Wochen war das schon mehrmals der Fall.

Das hänge vor allem mit der Jahreszeit zusammen, sagte Kommandeur Brendel im Gespräch mit der HNA. Da man mit den Nachtflügen erst nach Einbruch der Dunkelheit beginnen könne, zögen sie sich im Sommer auch bis tiefer in die Nacht.

Die Natur der Flugübungen hängt vor allem vom jeweiligen Auftrag ab. So wird zurzeit die Luftbegleitung von Konvois am Boden trainiert, wie es in Afghanistan nötig ist. Das bedeute, dass die Hubschrauber relativ hoch flögen, erläuterte Brendel. Das könne sich bei anderen Aufträgen wieder verändern.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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