am Wolfhager Stadtwald

Kampfhubschrauber-Manöver nervt Anwohner in und um Wolfhagen

Fluglärm über dem Stadtwald nervt die Anwohner: Das Ehepaar Doris und Klaus Reitz ägert sich über die Flugbewegungen unweit ihres Grundstückes, dies gilt insbesondere für die Phasen in der Mittagszeit und am späten Abend. Fotos: Ulbrich/Archiv

Seit einigen Wochen ist es laut im Wolfhager Land geworden, Anwohner beschweren sich. Der Grund: Tiger-Kampfhubschrauber der Fritzlarer Heeresflieger absolvieren Manöver.

Eigentlich kehrten Doris und Klaus Reitz vor sechs Jahren in ihre Heimat zurück, um die Ruhe in und um Wolfhagen herum zu genießen. „Der Fluglärm nach vielen Jahrzehnten im Rhein-Main-Gebiet hat uns wieder hier gebracht, um unseren Alterswohnsitz in idyllischer Umgebung zu genießen“, sagt Klaus Reitz, der viele Jahre als Geschäftsführer in der Elektrobranche tätig war. Doch in den vergangenen Wochen sei es in den Mittags- und Abendstunden vorbei gewesen mit der Ruhe, weil mehrere Hubschrauber im Tiefflug ihre Kreise über dem Stadtwald zogen - nur wenige hundert Meter vom Haus der Eheleute entfernt.

Der Lärm sei so groß, dass man „sein eigenens Wort nicht mehr verstehen kann“, sagt der 67-Jährige und schiebt hinterher: „Glauben Sie mir, ich weiß nach über 1000 Flügen als Geschäftsreisender, was Lärm von Flugzeugen oder Hubschraubern bedeutet. Aber das ist unzumutbar.“ Etwa fünf bis zehn Minuten würden die Runden der Tiger-Helikopter dauern, bevor sie weiterfliegen, sagt Ehefrau Doris. Dies sei auch in der Nachbarschaft des Holzmarktes, wo das Rentnerpaar wohnt, ebenfalls ein großes Thema. Katharina Ryske, Presseoffizierin in der Division Schnelle Kräfte in Stadtallendorf, zu der die Heeresflieger Fritzlar gehören, sagt dazu: „Wir haben in den vergangenen beiden Wochen verstärkt Trainingsflüge in der Region abgehalten, weil es um den Jahreswechsel keine Flüge gab und dieses Pensum nachgeholt werden musste.“ Es handele sich um normale Trainingsflüge und keine außergewöhnlichen Vorhaben, ergänzt Riske. Bis zu drei Maschinen seien dabei rund um Wolfhagen unterwegs, wofür die Sprecherin um Verständnis bat, da es sich um notwendige Trainingsflüge handelte.

Verstärkte Nachtflüge 

Die Kampfhubschrauber, die in Fritzlar stationiert sind, sind bis zum 26. März wieder nachts unterwegs, teilt die Bundeswehr mit. Grund dafür sei die Nachtflugausbildung - die von Montag bis Donnerstag von Sonnenuntergang bis Mitternacht - mit den Tiger-Hubschraubern stattfinde. Dadurch könne es zu Lärmbelästigungen kommen. Betroffen davon seien die Landkreise Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg, Hersfeld-Rothenburg, Marburg-Biedenkopf und Kassel. Die Nachtflugausbildung sei unerlässlich und finde konzentriert im Winterhalbjahr statt. Grund dafür sei, dass man die langen Dunkelphasen nutzen will. Das Regiment sei sich der Lärmbelastung bewusst und bemüht, diese räumlich zu entzerren.

Das Regiment bittet um Verständnis. Unter der kostenfreien Nummer 0800/8620730 können sich Betroffene mit Wünschen oder Beschwerden zum Flugbetrieb an das Luftfahrtamt der Bundeswehr wenden.

Quelle: HNA

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