Konzept für Zukunft der Brandschützer in Wolfhagen - Vorschlag für Rente für Wehrleute

Kandidat Röhl will Feuerwehr stärken

Möchte die Feuerwehr stärken: Carsten Röhl.

Wolfhagen. Der Wolfhager Bürgermeisterkandidat Carsten Röhl macht Vorschläge für einen attraktiveren Dienst in den freiwilligen Feuerwehren. „Landauf, landab klagen die freiwilligen Feuerwehren darüber, dass ihnen immer weniger Einsatzkräfte zur Verfügung stehen“, so der eigenständige Kandidat.

„Diesem bedrohlichen Trend möchte ich in Wolfhagen ein Konzept entgegen stellen, in dem noch mehr Anreize als bisher geboten werden, sich aktiv in den örtlichen Einsatzabteilungen der freiwilligen Wehren im Stadtgebiet zu beteiligen“, sagt Röhl.

Über seine Vorschläge sollten die Stadt und die Stadtverordneten beraten. Aktive Feuerwehrleute sollten nach dem Konzept eine von der Stadt finanzierte ergänzende Altersvorsorge erhalten. „Nach 25 Jahren Dienstjahren würde ein Feuerwehrmann oder -frau neben ihren Rentenbezügen zusätzlich 120 Euro monatlich erhalten“, so Röhl.

Wer vor Erreichen des Rentenalters aus gesundheitlichen Gründen aus dem Feuerwehrdienst ausscheide, erhalte die anteilige Rentenanwartschaft.

Mitglieder der Einsatzabteilungen sollten zudem einen Zuschuss für die Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio bekommen. „Die Absicht, die sich dahinter verbirgt: damit soll neben anderen Aspekten auch die Fitness und Gesundheit der Feuerwehrleute gefördert werden“, sagt Röhl.

Alle Mitglieder der Einsatzabteilung, die kleine Kinder haben, könnten einen Zuschuss zu den Kindergartengebühren erhalten. Wer sich zudem als städtischer Bediensteter bereit erkläre, auch für den Brandschutz aktiv zu sein, erhielte hierfür zwei Tage Sonderurlaub im Jahr.

Darlehen

„Auch über die Gewährung eines zinsvergünstigten Darlehen bei der Bildung von Wohneigentum im Stadtgebiet sollte man nachdenken“, so Röhl: „Andere Kommune gewähren Bürgschaften und binden hierdurch die Menschen, wenn diese Immobilien im Stadtgebiet erwerben.“

Er wolle nicht den Eindrucken erwecken, dass er dies alles selbst entwickelt habe, heißt es weiter. Aber allen Kritikern, „die sich jetzt auf die Socken machen und alles in den Boden reden wollen“, rufe er zu, dass dieses Konzept, an dem er mitgestrickt habe, seit Anfang 2009 in der Stadt Raunheim, wo er Dienst tue, erfolgreich umgesetzt werde. „Die Ziele konnten erreicht, die Einsatzkräfte personell verstärkt werden. Auch die Wertschätzung für diese Menschen werde hierdurch unterstrichen“, betont Röhl.

Überregionale Resonanz

Insbesondere die Zusatzrente zu Gunsten der Einsatzkräfte habe zudem eine große, überregionale Resonanz erfahren. „Warum sollten diese Dinge in Wolfhagen nicht entsprechend funktionieren oder Zuspruch finden?“, so Röhl. (awe) Foto:  Archiv

Quelle: HNA

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