Karl Völksen verabschiedet: Schulleiter hat tiefe Spuren hinterlassen

Karl Völksen

Wolfhagen. Bei der Verabschiedung von Karl Völksen, dem Leiter der Herwig-Blankertz-Schule, haben gleich mehrere Redner ihre Hoffnung zum Ausdruck gebracht, der 64-Jährige möge auch aus dem Ruhestand heraus mit seiner Erfahrung die Weiterentwicklung der Berufsschule aktiv begleiten.

Wenn das nicht die größte Auszeichnung für ein erfolgreiches Berufsleben ist. Der Name Karl Völksen ist ganz eng verbunden mit der Berufsschule, die in Wolfhagen und Hofgeismar Standorte mit insgesamt etwa 2200 Schülern unterhält. Die Sanierung in Hofgeismar und der Neuanfang in Wolfhagen in der früheren Pommernkaserne - Völksen hat seine Spuren hinterlassen. Das betonte auch die stellvertretende Schulleiterin Jutta Degenhardt, die bei der Verabschiedung davon schwärmte, dass das Kollegium nun ein ganz neues und modernes Arbeitsumfeld vorfindet.

Völksen kam 1996 an die Blankertz-Schule, war dort zunächst Abteilungsleiter, mit den Schwerpunkten in den wirtschaftlichen Fächern und Datenverarbeitung. Zuvor war der studierte Betriebswirt, der aus Hannover stammt und in Kassel studierte, zwölf Jahre lang an der Berufsschule in Witzenhausen. Bevor er in den Schuldienst wechselte, wirkte er vier Jahre im Volkswagenwerk in Baunatal.

Der Kontakt zu VW hält bis heute. Schließlich besuchen 500 Auszubildende des Automobilkonzerns die Herwig-Blankertz-Schule. Hermann Hartig, bei Volkswagen für die Berufsausbildung verantwortlich, hob das enge Verhältnis von Schule und VW-Werk hervor. Völksen selbst dankte den Wegbegleitern und Unterstützern und sagte: „Es war immer das Ziel, die Schule in die Regionalentwicklung einzubeziehen.“ Der Aufbau der Schule sei gelungen.

Schule ist Herzstück

Gerade der Wolfhager Standort zeigt die Bedeutung der Schule. Sie ist das Herzstück der Pommernanlage, mit einem Solardach eingebettet in eine frühere Panzerhalle. Sie strahlt vom Gasterfelderholz in die Region aus. Ex-Landrat Dr. Udo Schlitzberger - am Freitag ebenso unter den Gästen wie sein Nachfolger Uwe Schmidt, Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake - hatte einst mit seinen Gedankenspielen maßgeblichen Anteil daran, dass aus einer Idee Wirklichkeit wurde. Das Areal mit der Schule soll sich weiterentwickeln hin zu einer breiten Bildungsstätte.

Der Landkreis und die Stadt Kassel bilden eine Hessencampus-Region. Lehreinrichtungen sollen miteinander vernetzt werden. Mit der Initiative sollen in Hessen regionale Zentren für lebenslanges Lernen entstehen. Die Herwig-Blankertz-Schule spielt dabei ihre Rolle.

Quelle: HNA

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