Karossen blitzen im Sonnenlicht: Oldtimer in Treysa und Ziegenhain

Spaß an schicken Modellen: Valerie Hieber, Niko Skerra, Jürgen, Adrian und Michael Hieber (von links) machten am Samtag einen Rundgang.

Treysa. Gleich zwei Tage in Folge kamen die Fans historischer Karossen am Wochenende voll auf ihre Kosten.

In Treysa und Ziegenhain finden die geschniegelten Modelle aus Blech und Chrom ihren Platz in der Sonne - am Samstag vor dem Modehaus Heynmöller, am Sonntag in der ehrwürdigen Kulisse des Paradeplatzs.

18 Pferdestärken: Seinen DKW zeigte der Niederbeisheimer Gerhard Dosse.

Nicht nur Mitorganisator und Sammler Frank Heynmöller hatte seine Schätzchen aus der Garage gefahren und zeigte dem zum Teil sehr fachkundigen Publikum seine überwiegend britischen Raritäten. Georg Korell aus Wasenberg präsentierte stolz seinen sattgelben Karmann Ghia aus dem Jahre 1970. Das Zweisitzer-Coupe lief 1955 erstmals vom Band und avancierte recht schnell zum Verkaufsschlager. Auch der Wasenberger träumte schon lange von dem schnittigen Wagen. 2003 kaufte er dann das Auto, das damals noch nicht ganz so flott blitzte und blinkte. „Er stand in einer Garage und musste restauriert werden“, erzählte Korell. Bei 44 PS bringt es der Karmann Ghia auf 130 Stundenkilometer. Für den Wasenberger ist das jedoch nebensächlich: „Ich fahre keine Rennen, das Auto ist ein Liebhaberstück.“ Heynmöllers Rolls Royce Phantom, Baujahr 1934, zog ebenfalls die Blicke auf sich.

Fan: Jakob Thiel (7) aus Treysa war begeistert vom Rolls Royce.

Der siebenjährige Jakob Thiel konnte sich gar nicht sattsehen an dem beeindruckenden und massigen Wagen. Ausgiebig bummelte auch Familie Hieber aus Ziegenhain: Vater Jürgen mit Valerie, Adrian und Michael sowie Freund Niko Skerra hatten sichtlich Spaß an den schicken Modellen. Heinz Diehl aus Röllshausen zeigte Enkelin Leni (6), mit welchem Auto er selbst 1961 durch die Schwalm kurvte: einem VW-Käfer. „Ich habe das erste Brautpaar aus Röllshausen beim Umzug der Salatkirmes gefahren“, erzählte er. Bis 1986 hätten stets die Röllshäuser den Brautzug gestellt.

Einen DKW F8 aus dem Jahr 1939 nennt Gerhard Dosse aus Niederbeisheim sein Eigen. Mit 18 Pferdestärken bringe es die Rarität auf 80 Stundenkilometer, erläuterte der Autoliebhaber. 2004 kaufte der Niederbeisheimer den Wagen - und restaurierte selbst, fünf lange Jahre. „Ich fand das Motorengeräusch einfach faszinierend“, sagte er. Aber die Restauration habe ihn bisweilen auch an nervliche Grenzen gebracht. „Der Wagen hat eine Holzkarosse - darin habe ich 5000 Blauköpfe verkloppt und nicht selten meinen eigenen Daumen getroffen.“

Bei bestem Frühsommerwetter plauderten die Besucher noch launig über die alten Schätzchen und gaben ihren Wertungen zu den Modellen ab.

Quelle: HNA

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