Borkener Museumsleiter Gerhard Lenz wechselt in den Oberharz

Er hat neue Pläne: Gerhard Lenz, Leiter des Borkener Bergbaumuseums, wechselt zum Weltkulturerbe nach Goslar. Unser Bild entstand im Bergbauarchiv in Singlis. Archivfoto: Dellit

Borken. Das Borkener Bergbaumuseum verliert seinen Chef. Gerhard Lenz wechselt nach Goslar und wird dort die Harzer Welterbestiftung leiten. Der Wechsel wird voraussichtlich im Juli über die Bühne gehen.

Für den 54-Jährigen ist die neue Stelle ein echter Karrieresprung. „Es ist wie ein Wechsel aus der Regionalliga in das Mittelfeld der Bundesliga“, sagte Lenz gestern in einer ersten Reaktion.

In Goslar wird Lenz, der seit zwölf Jahren in Borken tätig war, eine zweigeteilte Aufgabe haben. Zum einen wird er Geschäftsführer des Museumsbergwerks Rammelsberg werden, zum anderen Direktor der Welterbestiftung. Dazu gehören neben dem Rammelsberg die Altstadt von Goslar und die Oberharzer Wasserwirtschaft. Dabei handelt es sich um ein System von künstlichen Teichen und Gräben aus dem Spätmittelalter.

Viele Themen, die in seiner Arbeit in Borken eine wichtige Rolle spielten, blieben ihm in der neuen Position erhalten, sagte Lenz und zählte dazu Bergbau, den Landschaftswandel und die Energie.

Visitenkarte Themenpark

Sicherlich habe bei seiner Bewerbung auch das Konzept des Themenparks Kohle und Energie eine Rolle gespielt. Der Themenpark ist der Freilichtbereich des Borkener Museums.

Die Veränderung verstehe er als Zuwendung nach Goslar und nicht als Abwendung von Borken, erklärte Lenz. Er habe in Borken viel gelernt und: „Ich habe hier den Grad der Freiheit sehr geschätzt.“

Gerhard Lenz wohnt in Kassel. Er ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. Zunächst werde er in Goslar eine Wohnung nehmen und später vielleicht mit der Familie ganz umsiedeln.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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