Kartoffel küsste den Pilz

Sechs Köche bereiteten Vier-Gänge-Menü für VdK-Ortsgruppe Schwarzenborn zu

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Kleine Verschnaufpause: Bevor es an den Nachtisch ging atmeten die Köche des VdK (von links) Reinhard Hess, Willi Mönch, Ernst Stocker, Chefkoch Klaus Labczyna, Friedel Itzenhäuser und Heinz Itzenhäuser kurz durch.

Schwarzenborn. Die VdK-Ortsgruppe Schwarzenborn hatte ihre Mitglieder zu einem Menü mit vier Gängen eingeladen. Unter dem Motto „Kartoffel küsst Pilz“ fanden sich 20 Gäste in der Knülljause ein und erwarteten gespannt, welche Leckereien ihnen vorgesetzt würden.

Das Besondere des Abends war, dass nicht die Frauen des Vereins für alle kochten, sondern sich sechs Männer in der Küche befanden und das Essen zubereiteten.

Bereits am frühen Nachmittag hatten sich die Köche getroffen und mehrere Stunden lang Kartoffeln geschält, Kohlrabi geraspelt und Dill, Petersilie und Schnittlauch gehackt. Sie putzten Pilze, füllten Hähnchenbrüste mit einer Schafskäsecreme, die sie zuvor angerichtet hatten, und würfelten Äpfel, Birnen und weiteres Obst. „Bereits zum dritten Mal kochen die Männer für uns“, berichtete Marion Schoradt, Vorsitzende der Ortsgruppe. Entstanden sei die Idee vor drei Jahren. Damals hätten die Männer einmal die Frauen des Vorstands bekochen sollen, doch schnell habe sich herausgestellt, dass viele VdK-Mitglieder gern an dem Kochevent teilhaben wollten.

Einladung jedes Jahr

So gebe es jetzt jedes Jahr die Einladung an alle. „Klaus Lapczyna ist unser Chefkoch“, erzählte Willi Mönch. „Er kocht seit Jahren im Kochclub in Riebelsdorf. Er sagt uns, wie wir was schnippeln und auf den Tellern anrichten sollen.“

Nach dem Aperitif begann die Speisenfolge mit Kohlrabi-Kartoffel-Rösti mit Lachs. Wie in einer Sterneküche arbeiteten die sechs Köche Hand in Hand. Heinz Itzenhäuser legte je zwei Rösti auf den Teller, der neben ihm stehende Friedel Itzenhäuser belegte sie mit zwei kleinen Lachsscheiben. Der Teller wanderte in die Hand von Ernst Stockert, der eine kleine Menge der zuvor hergestellten Lachscreme auf den Fisch träufelte.

Jetzt legte Reinhard Hess noch ein kleines Dillästchen als Garnierung zwischen die beiden Rösti und Willi Mönch stapelte die fertigen Teller auf dem Servierwagen. Kaum waren die Vorspeisen angerichtet, servierten die Köche. Auch die sechs setzten sich an die festlich dekorierte Tafel und speisten gemeinsam mit ihren Gästen. Nach dem Abräumen der Teller wusch Ernst Stockert schnell die Teller ab, während sich die anderen fünf um die Kartoffelsuppe mit Kürbis kümmerten.

Auch hier lief alles wieder Hand in Hand. Heinz Itzenhäuser füllte die Teller, Klaus Labczyna legte einige frisch geröstete Kürbiskerne auf die Suppe und Friedel Itzenhäuser verzierte mit Schwung die Suppe mit Kürbiskernöl. „Zuhause koche ich ja nicht“, gestand Reinhard Hess, „aber hier habe ich viel Spaß und bin jedes Jahr dabei.“

Enkelin hat es geschmeckt

In diesem Jahr war zum ersten Mal seine Enkeltochter Antonia unter den Gästen. „Mir schmeckt, was der Opa kocht“, erzählte die Elfjährige, „aber am meisten freue ich mich auf den Obstsalat, den es zum Nachtisch gibt.“

Doch bevor Zeit für die Nachspeise war, gab es noch gefüllte Hähnchenbrust mit Kartoffelplätzchen und Waldpilzen.

Die Gäste lobten die raffiniert angemachte Pilzsoße in höchsten Tönen und bedankten sich bei den Köchen für das Essen in geselliger Runde.

Von Christiane Decker 

Quelle: HNA

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