Brunnenfest

Kartoffeln aus dem Dämpetopf

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Dämpekartoffeln: von links Gisela Lotz, Pfarrer Manfred Weber, Initiator des Brunnenfestes, Dorothea Jensen und Pfarrer Bernd-Peter Jensen bringen die Erdäpfel zum Kochen.

Niederurff. Der Brunnen war schon in alten Zeiten ein Ort, an dem sich die Menschen beim Wasserholen trafen und ein Schwätzchen hielten. Diese Tradition ließen die Niederurffer am Wochenende beim Brunnenfest aufleben.

Der große Dämpekartoffeltopf machte die Passanten neugierig. Als er angeschmissen wurde und die ersten garen Kartoffeln ausspuckte, versammelten sich die Besucher um die dampfenden Erdäpfel. Dazu gab es dieses Mal neben dem klassischen Duckefett eine vegetarische Variante der nordhessischen Spezialität, wobei einfach der Speck weggelassen wurde. Claudia Ritter hatte sie hergestellt. Verantwortlich für die gedämpften Kartoffeln war Helmut Bischoff.

„Mit den Dämpekartoffeln wurden früher die Schweine gefüttert“, erzählte er. Die Tiere vertrugen die Erdäpfeln aber nur dann gut, wenn sie vorher abgekocht waren, deshalb hatte nahezu jeder Bauer einen solchen Topf in der Scheune. Heute sind das eher Relikte aus der vergangenen Zeit, aber in Niederurff fester Bestandteil des Brunnenfestes.

Einen Teilnahmerekord verzeichnete die Bootsregatta: 35 Kinder setzten ihre gebastelten Bootchen auf die Urff, und zum ersten Mal in der Geschichte der Rennen wurde die Strecke vom Dorfgemeinschaftshaus bis zu Lattermanns Hof in weniger als drei Minuten geschafft. Herbeigeklatscht wurde der Auftritt des Männerballetts. Die sechs Männer des Lauftreffs hatten sich eine eigene Choreografie einfallen lassen. Zu „Eye of the tiger“ betraten sie die Bühne in den Bademänteln, darunter trugen sie die berühmte Borat-Badehose in hellgrün. So kostümiert zeigten sie eine Sequenz von Bully Herbig aus „Raumschiff surprise“, bewegten sich dann gemäß Turnvater Jahn als Schwimmer synchron über die Bühne und gaben auch den Flipper aus der Kinderserie.

Pfarrer Bernd-Peter Jensen resümierte: „Der Brunnen war und bleibt ein Ort der Begegnung.“ (zeb)

Quelle: HNA

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