Kasse klingelt für die Kirche

Melsungen. Wenn es um die Kirche im Heimatort geht, sind die evangelischen Christen im Kirchenkreis Melsungen sehr spendabel. Die Zunahme des Spendenaufkommens war Thema der jüngsten Synode, über die wir bereits berichtet haben.

„Die in den vergangenen Jahren engeren finanziellen Spielräume mag ich nicht beklagen”, sagte Dekan Rudolf Schulze vor den Synodalen. In den 1970-er und 1980er-Jahren seien die Finanzspielräume deutlich enger gewesen als heute. Mit großer Dankbarkeit nehme er wahr, wie viel Phantasie im Kirchenkreis beim Einwerben zusätzlichen Geldes freigesetzt worden sei.

Zahlreiche Spender in den Gemeinden unterstützen das kirchliche Leben. Schulze: „Keiner der Kleinbusse, die in unserem Kirchenkreis für Jugendliche oder soziale Dienste fahren, ist ohne Spenden finanziert worden.” Der Kirchenkreisbus sei bereits zweimal komplett gestiftet worden. Erfreut ist der Dekan auch über Förderkreise und Fördervereine. „In Neumorschen gibt es den Jakobi-Markt, ein Antiquitäten- und Trödlergeschäft zugunsten der Kirchenrenovierung”, sagte Schulze. Die Kleidersammlung für Bethel finde nun zweimal jährlich statt und werde von Gruppen betreut, die am Gewinn beteiligt würden.

Gemeindebeitrag

„Mit der Einführung des freiwilligen Gemeindebeitrages ist uns 2007 ein großer Wurf gelungen”, betonte der Dekan vor der Synode. Obwohl der freiwillige Gemeindebeitrag 2007 erst am 1. Juni gestartet worden war, wurden allein in diesem Jahr 97 094 Euro gespendet. 2008 waren es nach Angaben des Dekans 125 945 Euro und in Jahr darauf 115 151 Euro.

Die bisherige Rekordsumme wurde vor zwei Jahren erreicht – 127 722,40 Euro. Im vergangenen Jahr waren es 118 173 Euro. Jede Gemeinde beschreibt im Aufruf, wie das Geld verwendet wird – zum Beispiel für dringend notwendige Instandsetzungen, aber auch für kirchliche Einrichtungen.

Als einen Erfolg wertete der Dekan die Kirchenbaustiftung Melsunger Land. Diese Stiftung war gegründet worden, nachdem seit 2005 die frühere so genannte Baulastverpflichtung der Städte und Gemeinden an kirchlichen Gebäuden durch jährliche Ratenzahlungen abgelöst worden war. Diese Baulastablösungen fließen als Grundkapital.

Schulze: „Sie bilden den Grundstock dafür, dass künftige Generationen aus den Zinsen dieser Stiftung Zuschüsse für die Bauunterhaltung bekommen können.”

Zurzeit beträgt das Grundkapital rund 3,7 Millionen Euro, erläuterte Dekan Rudolf Schulze. Erfreulich seien zahlreiche Zustiftungen – insgesamt 118 726 Euro seit 2005. (m.s.)

Quelle: HNA

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