Die Farben tanzen lassen

Kasseler Künstlerin Carola Justo zeigt ihre Werke in Burghasungen

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Hat sich für ihre 60. Einzelausstellung auch mit dem Heiligen Heimerad befasst: Carola Justo stellt ihre Werke in Burghasungen aus.

Burghasungen. Als sie vor einiger Zeit zur Ausstellung eines befreundeten Künstlers das Museum Kloster Hasungen besuchte, war für Carola Justo direkt eine Verbindung spürbar.

„Diese hohen Räume, der benachbarte Klosterberg, die Geschichte Heimerads, all das hat etwas mit mir gemacht“, erinnert sich die Kasseler Künstlerin. „Vielleicht war die Verbindung allein schon durch meinen religiös-spirituellen Hintergrund da, die Würdigung der Schöpfung und die Naturverbundenheit sind ja immer Themen meiner Bilder.“

Auch deshalb habe sie ihre eigene Ausstellung, mit der sie ab Sonntag, 10. Juni, nun selbst im Rahmen der Reihe „Künstler aus der Region“ im Zierenberger Stadtteil zu Gast sein wird, den Titel „Tanz der Schöpfung“ gegeben.

Helmut Mander vom Museumsverein Hasungen

Tanzen lässt sie da all jene Farben, welche ihr im schöpferischen Prozess im heimischen Atelier förmlich zufliegen: strahlendes Gelb, knallendes Rot, beruhigendes Grün. Alles geschieht ganz zufällig, denn Justo plant ihre Bilder nicht, und sie plant auch keine Botschaften: „Wenn ich male, denke ich überhaupt nicht daran, irgendetwas mit dem Bild zu vermitteln.“

Die Botschaft komme von allein, oder sie komme auch nicht. „Die Inhalte und was sie möglicherweise ausdrücken, müssen von innen heraus und ohne seelische Gewaltanwendung kommen, alles darf fließen.“ Natürlich habe das Denken aber auch seinen Anteil. „Zu sagen, es käme alles aus dem Unbewussten, wäre nicht richtig.

Das Denken hat bei mir während des Malens vor allem eine korrigierende Funktion - Denken, Fühlen und Intuition gehen Hand in Hand“, sagt die 62-Jährige, die in Burghasungen ihre 60. Einzelausstellung feiert und dafür eigens drei Werke angefertigt hat, die sich mit dem Heiligen Heimerad auseinandersetzen.

„Das freut uns natürlich sehr“, sagt Helmut Mander vom Museumsverein Kloster Hasungen. „Justos Bilder erzählen Geschichten, die sich optimal in unsere Museumsarbeit und die Historie des Klosters einfügen, wobei es ihr immer gelingt, eine einzigartige Schönheit hervorzubringen.“

„Wenn es mir gelingt, nach meinem Empfinden Schönheit - sei sie gegenständlich oder abstrakt - zu schaffen, dann bin ich im Einklang mit mir selber“, sagt Justo, deren Anliegen es ist, durch die äußere Schönheit und Harmonie selbiges auch im Innern der Betrachters auszulösen.

Seelen zum Klingen bringen sei ihr eine Herzensangelegenheit, was ihr sicher auch zur Vernissage am Sonntag, 10. Juni, ab 15 Uhr gelingen wird, wenn sie ihre Bilder eine Verbindung mit den sanften Klängen von Gisela Halberstadts Klangschalen eingehen lässt und anstelle einer einführenden Laudatio selbst mit ihren Bildern in einen Dialog gehen wird.

Eintritt ist frei

Der Eintritt ist frei, Spenden sind allerdings willkommen und werden für die Museumsarbeit im Kloster Hasungen verwendet.

Quelle: HNA

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