Kasseler Mediziner eröffnen im kommenden Jahr Arcadia-Praxisklinik in Sand

Vor dem Umbau: Dr. Christian Büttner, Dr. Henning Saupe und Christoph Junge stehen am Eingang des künftigen Gesundheitszentrums im Sander Kurpark. Foto:  Ulbrich

Bad Emstal. Seit 2009 stand das Gebäude des ehemaligen Instituts für Umweltmedizin im Sander Kurpark leer und drohte zum Schandfleck für die Gemeinde Bad Emstal zu werden.

Doch im kommenden Jahr soll das Gebäude zu einem Gesundheitszentrum umgebaut sein. Verantwortlich dafür ist das Ärzte-Trio Dr. Christian Büttner, Dr. Henning Saupe und Christoph Junge, die im Kurpark ihre Arcadia-Praxisklinik eröffnen werden.

Bisher waren die Allgemeinmediziner Büttner und Saupe mit ihrer Praxisklinik in Kassel beheimatet. Durch die Aufnahme des Allgemeinarztes Christoph Junge musste eine Erweiterung stattfinden. Da man in Kassel nicht fündig wurde, kam schließlich der befreundete Architekt Hans-Ulrich Plaßmann auf die Idee, dass man in Bad Emstal den perfekten Standort habe.

Direkt am Thermalbad

Dort könne man aufgrund der Nähe zum Thermalbad und der guten Lage viele Synergieeffekte nutzen. Klar sei, so Plaßmann, dass man bei der Investitionssumme nicht „unter einer Million Euro“ liegen könne. Die Schwerpunkte des Ärzte-Trios liegen im Bereich der Krebstherapie und Gesundheitsvorsorge, die Patienten der bisherigen Praxis kommen nicht nur aus Kasselo, sondern zunehmend aus ganz Deutschland und Skandinavien.

Alle drei erklären unisono, dass sie die Gemeinde Bad Emstal mit „offenen Armen“ empfangen und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit angeboten habe. So sollen künftig etwa verschiedene Kuren angeboten werden, wobei das Thermalbad integriert wird, sagt Büttner. Mittelfristig soll im Gesundheitszentrum ein Bettenhaus für Patienten entstehen, um das Angebot zu erweitern.

Kuren für Krebspatienten

Der erste Schritt werde aber sein, sagte Saupe, dass man sich mit der Gemeinde und den schon bestehenden Institutionen und Anbietern bezüglich der Zusammenarbeit abstimmen werde. Im Vordergrund sollen mehrwöchige Kuren für Krebspatienten und chronisch Kranke sowie Angebote zur Gesundheitsvorsorge und -erziehung stehen.

Dr. Büttner sagt weiter: „Wir möchten einen Beitrag leisten, Bad Emstal als Kurort bekannter zu machen und zur Erweiterung des bisherigen Angebots beitragen. Bürgermeister Ralf Pfeiffer sagte, das medizinische Angebot werde für ganz Nordhessen erweitert und die Entwicklung der Gemeinde positiv beeinflusst.

In einem Jahr soll die Eröffnung des Zentrums stattfinden. Zum Praxis-Team gehören bislang fürf Mitarbeiterinnen, zwei weitere Arbeitsplätze sollen in Bad Emstal geschaffen werden.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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