Bagger haben gut zu tun

Kasseler Straße in Bad Emstal-Sand: Freie Fahrt ab Anfang August

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Kein Durchkommen: In der Kasseler Straße werden derzeit zwischen Wolfhager Straße und Bahnhofstraße Kanal und Wasserleitungen verlegt. Fotos:  Norbert Müller

Bad Emstal. Die Bagger haben gut zu tun in der Kasseler Straße in Bad Emstal-Sand. Dort, wo derzeit die marode Kanalisation erneuert und Wasserleitungen verlegt werden, ist der Boden extrem felsig. Die Arbeiten liegen aber im Zeitplan: Anfang August ist die Hauptgeschäftsstraße wieder befahrbar.

Carsten Schmidt, Vorsitzender der Bad Emstaler Gewerbevereinigung, wartet - wie all die anderen Kaufleute und Mediziner, die ihre Geschäfte beziehungsweise Praxen an der Kasseler Straße haben - schon sehnsüchtig auf den Abschluss des Projekts. „Die Branchen mit viel Laufkundschaft haben es am meisten gemerkt“, sagt Schmidt und meint finanzielle Einbußen während der Bauphase.

Die hatte schon im vergangenen Jahr begonnen. Vier Monate lang, bis Ende November, war zunächst zwischen Eisdiele und Ortsausgang Richtung Merxhausen gesperrt, dann im Oberdorf zwischen der Einmündung Bahnhofsstraße und Beethovenstraße und weiter bis zur Albert-Schweitzer-Straße.

Zuschuss vom Land 

Nun wird das Mittelstück des insgesamt 1,2 Kilometer langen Ausbauabschnittes erneuert. Laut Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil, ist eine Strecke von 440 Metern betroffen. Die gesamte Baumaßnahme koste rund 2,1 Millionen Euro, 750 000 Euro kämen als Zuschuss für die grundhafte Erneuerung der Piste aus Wiesbaden, da die Kasseler Straße eine Landesstraße sei.

Nicht nur die Gewerbetreibenden freuen sich auf den Abschluss der Arbeiten, für den laut Carsten Schmidt bereits für den 1. und 2. August eine kleine Einweihungsparty geplant ist. Auch im Rathaus wartet man sehnsüchtig darauf, dass die Kasseler Straße wieder frei befahrbar ist, zumal auch die Nebenstraßen kaum passierbar sind. Hier lässt die Gemeinde laut Klara Peter vom Bauamt ebenfalls Kanäle und Wasseranschlüsse erneuern.

Schwierig zu umfahren 

„Wer durch Sand fahren will, muss in diesem Bereich schon sehr ortskundig sein“, sagt der Erste Beigeordnete Peter Buttler, der zurzeit den urlaubenden Bürgermeister vertritt. Zwar sei für den innerörtlichen Verkehr eine Umleitungsstrecke ausgeschildert, „ein Fremder braucht aber einen Pfadfinder“.

Damit soll es aber bald vorbei sein. Karl-Otto Schwäbe, Polier der bauausführenden Firma Rohde, ist zuversichtlich, „dass wir mit Kanal und Wasser einschließlich der Hausanschlüsse bis Ende kommender Woche durch sind“. Dann brauche man noch einmal gut drei Wochen für den Straßenbau. Schwäbe: „Anfang August müsste das hier fertig sein“. Passend also zur Party der Gewerbetreibenden.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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