Der Entwurf des Nachtragshaushalts weist ein geschrumpftes Defizit von 580 000 Euro auf

Kassenkredit steigt wieder

Gilserberg. Seinen ersten Nachtragshaushalt legte Bürgermeister Rainer Barth vor, das Loch darin fällt um 152 000 Euro geringer aus als im Jahreshaushalt angesetzt. Das liegt an einem Plus bei den Erträgen und verminderten Ausgaben. Einnahmen in Höhe von mehr als 4,75 Mio. Euro stehen aktuell Ausgaben von mehr als 5,33 Mio. Euro gegenüber. Damit beträgt das erwartete Defizit mehr als 580 000 Euro.

Mehr Steuereinnahmen

Barth sagte, der Entwurf sei von der Konsolidierung geprägt. Er schilderte, dass die Mehreinnahmen durch ein Plus von 36 500 Euro an Steuereinnahmen zu erklären sind, davon Gewerbesteuern 27 000 Euro). Hier sei bis kommenden Monat nochmals eine Verbesserung möglich. An Sach- und Dienstleistungen hat die Gemeinde 80 000 Euro weniger ausgegeben, als zunächst kalkuliert. Den Rotstift setzt die Gemeinde beim Stellenplan an. Sowohl in der Verwaltung wie auch am Bauhof wird je eine frei gewordene Stelle nicht neu besetzt. Auch die Stelle einer in Ruhestand getretenen Kindergärtnerin wird nicht wieder besetzt, erklärte Barth. An ihrer Stelle arbeiten zwei Anerkennungspraktikantinnen.

Auch zum Thema Kassenkredit, vergleichbar dem Überziehungskredit beim Girokonto, äußerte sich der Verwaltungschef. Ende des Jahres würden voraussichtlich 1,8 Mio. Euro an Kassenkrediten in Anspruch genommen. Der Nachtragsentwurf sieht eine Erhöhung der Obergrenze von 2 Mio. auf 2,2 Mio. Euro vor. Zum Vergleich: 2011 wurde Kassenkredit in Höhe von 570 000 Euro in Anspruch genommen, 2012 lag der Rahmen bei 1,4 Mio. Euro.

Prokopf-Verschuldung sank

Die Prokopf-Verschuldung wird zum Jahresende leicht vermindert bei 2059 Euro liegen, voriges Jahr betrug sie 2150 Euro.

Diskutiert und beschlossen werden soll der Entwurf in der Jahresschlusssitzung am 10. Dezember. WEITERER ARTIKEL

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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