Neben früherem Krankenhaus

Radioaktiv: Fußgänger fand verdächtigen Behälter in Homberg

Homberg. Ein Passant hat am Ostermontag an einem Container neben dem ehemaligen Asklepios-Klinikum in Homberg einen Behälter mit der Aufschrift „radioaktiv“ entdeckt. Das sorgte für erheblichen Wirbel und löste einen Großeinsatz der Feuerwehr aus.

Diese setzte unter anderem den Strahlenschutz-Zug mit Feuerwehleuten aus Fritzlar, Schwalmstadt und Guxhagen ein. Das Gelände am Krankenhaus war zunächst teilweise abgesperrt. Gegen 22.39 Uhr gab Einsatzleiter Jörg Rohde jedoch Entwarnung. Weder an dem Behälter noch in der Umgebung waren erhöhte Werte von Radioaktivität festgestellt worden.

Gemessen wurde auch, ob sich der Passant, der 50-jährige Michael Semmler, kontaminiert haben könnte. Aber auch diese Messung ergab keine bedenklichen Werte.

Wie der Behälter neben den Schuttcontainer gelangen konnte, war am Montagabend nicht zu klären. Das ehemalige Krankenhaus gehört noch immer dem Klinik-Betreiber Asklepios. Eine Stellungnahme wollte das Unternehmen am Montagabend nicht abgeben.

Aktualisiert um 0 Uhr.

Michael Semmler, der ganz in der Nähe wohnt, berichtete, dass er beim Spaziergang mit seinem Hund auf den Behälter neben dem Container gestoßen war. Er fasste ihn an und drehte ihn um. „Ich habe erst Mal einen gehörigen Schreck bekommen“, berichtete der 50-Jährige gegenüber der HNA. Er sei gleich nach Hause gegangen, habe sich geduscht und dann die Polizei angerufen.

„Das ist schon der Hammer, dass ein solcher Behälter neben einem Schuttcontainer liegt. Das geht eigentlich gar nicht“, sagte der Homberger.

Neben dem speziell ausgebildeten und ausgestatteten Strahlenschutz-Zug war auch die Stützpunktfeuerwehr Homberg mit 20 Leuten im Einsatz.

Am Dienstag will sich Asklepios zu dem Vorfall äußern.

Von Heinz Rohde

Fotos vom Einsatz

Behälter mit Aufschrift "Radioaktives Material" gefunden

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © HNA/Rohde

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