Registrierung machte es möglich

Kater Bolle kehrt nach 18 Monaten wieder nach Homberg zurück

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Fühlt sich wohl zu Hause: Kater Bolle war mehr als eineinhalb Jahre vermisst. Dank einer Registrierung bei dem Tierregister Tasso konnte er seinen Besitzern wiedergegeben werden. 

Homberg. Über Felder stromern und sich eine Streicheleinheit abholen – das waren Kater Bolles liebste Beschäftigungen. Bis der Kater von Lena Hett aus dem Homberger Stadtteil Sondheim verschwand.

Jetzt, nach mehr als 18 Monaten, ist er aber wieder aufgetaucht. Dank einer Registrierung bei dem Tierregister Tasso.

„Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass er nochmal wiederkommt“, erzählt Lena Hett. Immer schon sei Bolle ein Freigänger gewesen, ein kleiner Streuner. „Natürlich war er auch mal ein, zwei Nächte verschwunden, besonders wenn Kater um ihr Revier kämpfen.“

Dennoch sei er immer wieder nach Hause gekommen. „Zumindest, um etwas zu fressen“, erzählt die 26-Jährige. Dann sei Hett von Neukirchen nach Sondheim gezogen und Bolle über Nacht verschwunden. „Vermutlich war die Eingewöhnungszeit zu kurz“, sagt Hett. Auf sozialen Netzwerken wie Facebook hätten sie und ihr Partner Aufrufe gestartet, Bilder im Dorf herumgezeigt, um den fünfjährigen Kater wiederzufinden. „Aber irgendwann wird man realistisch und glaubt nicht mehr daran, dass er zurückkommt“, sagt die 26-Jährige. Bis mehr als eineinhalb Jahre später der Anruf des Tierschutzvereins kommt: „Eine Frau hatte ihn in Homberg entdeckt.“

Kater hatte einen Chip

Eine Anwohnerin hatte sich beim Tierschutzverein Homberg-Borken gemeldet, dass am Wiesbadener Ring eine Katze im Gebüsch schlafe, sagt Monika Klüh, die im Vorstand des Tierschutzvereins ist. Dieser fing den Kater ein und brachte ihn zum Tierarzt. „Der hat festgestellt, dass das Tier einen Chip hat und registriert ist“, sagt Klüh. Und so konnte Lena Hett ihren Bolle doch wieder in die Arme schließen.

„Ich war so überrascht als der Anruf kam“, sagt sie. Verletzungen habe die Europäisch-Kurzhaar-Katze keine gehabt, lediglich die Impfungen hätten aufgefrischt werden müssen.

Noch müsse Bolle in der Wohnung bleiben, weil er seine Umgebung in der Dunkelheit nicht gut genug kennenlernen könne, sagt Hett. Wann und ob er wieder nach draußen dürfe, habe sie noch nicht entschieden.

„Wir wollen das schrittweise angehen, damit er nicht noch einmal wegläuft.“

Quelle: HNA

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