Hautkrankheit bei zwei Schülern und einem Lehrer

Katzenpilz: Schulen in Mengsberg und Momberg für einen Tag dicht

Freitag dicht: Die Grundschule Mengsberg und der Verbundstandort Momberg werden desinfiziert. Foto:  Hildebrand

Neustadt/Mengsberg. Weil ein Lehrer und ein Grundschüler an der seltenen Hautkrankheit Katzenpilz erkrankt sind, gibt es am Donnerstagabend eine Informationsveranstaltung dazu.

Ein im November erkranktes Kind besucht den Unterricht wieder, nachdem es hautärztlich behandelt worden war, so eine Information unserer Zeitung.

Fest steht seit dieser Woche: Am Freitag bleiben die Grundschule Mengsberg und der zweite Standort in Momberg geschlossen. Wie Kreissprecher Stephan Schienbein auf Nachfrage berichtete, werden die eigenen Reinigungskräfte eine Wisch-Desinfektion vornehmen, „um auf Nummer sicher zu gehen“. Desinfiziert wird auch die Turnhalle in Mengsberg, die von den rund 60 Grundschülern beider Schulstandorte benutzt wird.

Als Ausgangspunkt dieser Hauterkrankung gelten Katzen oder auch Hunde, wobei die Tiere selbst keine Krankheitszeichen zeigen müssen. Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist grundsätzlich möglich, Voraussetzung hierfür ist jedoch ein enger Kontakt. „Die Quelle dieser Erkrankung ist derzeit noch genau so unklar wie der Infektionsweg“, teilte der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Marian Zachow mit.

Landkreis-Sprecher Schienbein hatte betont, dass man Kontakt unter anderem zum Robert-Koch-Institut in Berlin gesucht hat, um alles richtig machen zu können. Die Krankheit sei im Übrigen so selten, dass Amtsarzt Dr. Martin Just (Marburg) bislang nie mit ihr zu tun hatte.

Infizierte Menschen leiden unter Hautveränderungen, insbesondere am behaarten Kopf und am Rumpf, die stark jucken können.

Für den Landkreis gibt es keinen Hinweis, dass die Quelle der Infektionen in der Schule selbst ist.

Die Eltern jedenfalls hoffen auf mehr Information am Donnerstagabend (26. Februar). Die Veranstaltung findet ab 17.30 Uhr im evangelisches Gemeindehaus Mengsberg statt.

Meike Nödel-Zein, Mutter einer Mengsberger Grundschülerin: „Wir wollen ja keine große Welle machen, aber wir sind jetzt bewusst an die Öffentlichkeit gegangen und wollen der Sache jetzt auf den Grund gehen.“

Informationen der Schulleitungen liegen uns nicht vor, es heißt, die Schulleiterin sei derzeit krank.

Juckende rote Ringe, behandeln von innen und außen

Besonders verbreitet ist der Katzenpilz in südlichen Regionen, etwa im Mittelmeerraum, erklärt das Internetportal apotheken-umschau.de. Um den Pilz zu bekommen, reiche es schon, eine betroffene Katze oder ein anderes betroffenes Tier zu streicheln. Dem Tier selbst müsse man nicht unbedingt ansehen, dass es befallen sei.

Wer infiziert ist, bekomme oft rötliche, runde Stellen auf der Haut. Zunächst seien sie punktförmig, ähnelten also einem Insektenstich. Dann breite sich ein rötlicher Ring aus, der jucke. Entstehen sie auf dem Kopf, fielen an der ründlichen Stelle die Haare aus. Meistens juckten die Stellen stark, selten entwickelten sich gelbliche Bläschen.

Therapiert wird bei Katzenpilz von innen und von außen. Der Betroffene müsse ein Antipilzmitteln einnehmen, berichtet apotheken-umschau.de. Zusätzlich müsse die Haut von außen mit Salben, Waschlotionen und Shampoos behandelt werden. Da der Pilz aber hartnäckig sei, könne sich die Therapie über mehrere Monate hinziehen. Auf jeden Fall müssen Betroffene zum Arzt, damit sich der Pilz nicht weiter verbreite.

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Quelle: HNA

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