Kehrenbach: Wochenendhaus brannte nieder

Kehrenbach Ein Raub der Flammen wurde am frühen Sonntagmorgen ein Wochenendhaus in Kehrenbach. Personen kamen nicht zu Schaden. Zwei Jugendliche flüchteten rechtzeitig ins Freie.

Brandursache ist vermutlich ein Kaminofen, der die Holzwände im Dachgeschoss entzündet hatte. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen der Polizei und des Eigentümers auf 10.000 Euro.

Gegen 5.40 Uhr waren die beiden 13 und 14 Jahre alten Jungen, die am Abend in dem Haus ferngesehen und dann in dem Haus geschlafen hatten, durch einen lauten Knall wach geworden. Vermutlich waren Eternitplatten auf dem Dach bereits durch die Hitzeeinwirkung des Feuers geplatzt. Sofort liefen sie ins Freie. Auch ein Nachbar war auf das Feuer aufmerksam geworden und hatte die Feuerwehr über Notruf 112 alarmiert.

Als die ersten Einsatzkräfte aus Kehrenbach an der Einsatzstelle eintrafen, schlugen die Flammen schon meterhoch aus dem Dach. Der Feuerschein und die kerzengerade in den Himmel steigende Rauchsäule waren schon von weitem in dem Melsunger Stadtteil zu sehen. Zahlreiche Schaulustige waren zur Einsatzstelle gekommen. An dem über 50 Quadratmeter großen und teilweise unterkellerten Gebäude war nichts mehr zu retten. Insgesamt waren 39 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Kehrenbach, Kirchhof, Günsterode und Melsungen vor Ort.

Da das Feuer sich schon im gesamten Gebäude ausgebreitet hatte, war kein Innenangriff mehr möglich. Die mehrere Meter hoch in den Himmel steigenden Flammen konnten nur von außen eigedämmt werden. Wegen der starken Rauchbelastung wurden 12 Feuerwehrleute mit schwerem Atemschutz zur direkten Brandbekämpfung eingesetzt. Die Gesamteinsatzleitung hatte Stadtbrandinspektor Frank Ebert. Um 6.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und die Feuerwehren konnten mit den Nachlöscharbeiten, die sich wohl über den gesamten Sonntag hinziehen werden, beginnen.

Wochenendhaus brannte in Kehrenbach nieder

Der Hausbesitzer aus Röhrenfurth hatte das Haus vor einigen Jahren gekauft und wollte es im nächsten Jahr, nachdem er Rentner geworden war, umfangreich renovieren und umbauen. Dieses Vorhaben muss er nun erst Mal auf Eis legen. Nun wird er wohl einen Neuaufbau machen müssen. (zot)

Ein Video vom Einsatzort folgt in Kürze.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © HNA/Wenderoth

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