Beim Abwasser bleibt ein Loch in der Kasse

Kein Drehen an der Gebührenschraube

Neuental. Mit einem Stimmenpatt lehnten die Neuentaler Abgeordneten am Montagabend die Erhöhung der Abwassergebühren ab. Sie sollten zum 1. Januar um 50 Cent auf 4,85 Euro steigen.

Eine Erhöhung sei nötig, um den Fehlbetrag von 30 000 Euro zu decken, sagte Bürgermeister Kai Knöpper. Pro Einwohner fielen in Neuental 35 Kubikmeter Abwasser an. Umgerechnet heißt das: 1,50 Euro im Monat Mehrkosten. Dagegen stünden Investitionen beispielsweise für das 300-Einwohner-Dorf Römersberg in Höhe von drei Millionen Euro, die von der Gemeinde finanziert würden.

Doch dem wollte der Sprecher der SPD, Frank Hassenpflug, nicht folgen. Er rechnete vor, dass der Preis für Wasser und Abwasser um elf Prozent gestiegen sei. Für einen Vier-Personen-Haushalt summiere sich das auf 70 Euro im Jahr. Für ihn sei die Erhöhung unsozial, und deshalb lehne er sie ab.

Niemand wolle höhere Gebühren, sagte CDU-Sprecher Karl-Heinz Theis. Doch solle man ehrlich sein, und den Menschen erklären, dass eine Erhöhung unumgänglich sei. Alles andere bezeichnete er als Augenwischerei.

Auch Manfred Emde (FDP) riet ab, auf die Erhöhung zu verzichten. Zum einen seien es 30 000 Euro Schulden mehr, zum anderen könnte eine Gebührenerhöhung vom Landrat angeordnet werden. Und die fiele dann höher aus.

Dem hielt Christian Lingeman entgegen, dass die Gemeinde ihre Einnahmen verbessert habe. Eine Erhöhung der Abwassergebühren sei nicht zu vermitteln. (ras)

Quelle: HNA

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