Kein Empfang in Bad Emstal - Geschäftsleute sind verärgert

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Der Teilnehmer ist derzeit nicht erreichbar: Wolfgang Heerdt ärgert sich als Nutzer des D1-Netzes darüber, dass er momentan mit dem Handy so gut wie keine Telefonate führen kann.

Bad Emstal. Die Aufregung in der Bädergemeinde um die Abschaltung des Mobilfunkmasten an der Sander Höhe hält an. Sowohl Bürger, aber insbesondere auch Firmeninhaber äußern deutlich ihren Unmut über die Tasache, dass voraussichtlich bis zum 11. Juni das D1-Netz der Telekom nur noch erheblich eingeschränkt funktioniert.

Wolfgang Heerdt aus Riede sagt: „Das ist eine Schweinerei. Ich bin geschäftlich dringend auf das Handy angewiesen und habe sehr schlechten oder gar keinen Empfang.“ Beim Inhaber eines Elektrogeschäftes hätten sich auch schon viele Kunden beschwert, dass er nicht mehr erreichbar sei – das sei für ihn unmöglich, sagt der 64-jährige Rieder.

Zusätzliche Kosten

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Jan Weinreich betreibt das Computer-Geschäft PC-Net in Sand und hat sämtliche Mobilfunkverbindungen über die Telekom abgeschlossen: „Ich zahle derzeit über 300 Euro für Verträge, die ich nicht nutzen kann.“ Ärgerlich außerdem sei, dass er dadurch zusätzliche Kosten habe, wenn er nun telefoniere.

Weitere Einschränkung für den 40-jährigen Inhaber: Fernwartungen von Rechnern, die er via Internetverbindung für die Kunden im Außendienst erledigt, sind fast nicht mehr möglich. Auch er habe schon viele Anrufe von Kunden bekommen. Besonders schlimm findet er, das keine Informationen seitens der Telekom über die Abschaltung geflossen seien, das sei „sehr ärgerlich.“

Im Emstaler Thermalbad funktioniert nur noch das Festnetz. Betriebsleiterin Martina Gillich berichtet, dass viele Gäste darum bitten würden, ob sie vom Telefon des Bades Anrufe tätigen können.

Dies sei eine große Einschränkung, da viele im Urlaub nur ihr Handy dabei hätten, sagt Gillich.

Im Parkhotel Emstaler Höhe von Stefan Frankfurt steigen besonders viele Geschäftsreisende ab, die dringend auf ihr Handy und das Internet angewiesen sind, allein diese Zielgruppe mache 50 Prozent seines Geschäfts aus.

Beteiligte an einen Tisch

Würden diese Kunden merken, dass sie in Emstal keinen D1-Empfang haben, „fällt man aufgrund der Mitbewerber-Situation auch schnell mal aus den Kundenlisten raus.“ Seiner Meinung gehören alle Beteiligten an einen Tisch und der Mast sollte versetzt werden, dies wäre technisch kein Problem, sagt der 47-Jährige.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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