Magistrat lehnt auf Empfehlung der Friedhofskommission Zuschuss für Überdachung an Friedhofshalle ab

Kein Geld für einen Anbau

Im Mittelpunkt der Diskussion: die Altenstädter Trauerhalle. Für eine Überdachung möchte man 10 000 Euro von der Stadt. Foto:  Norbert Müller

Altenstädt. Die Altenstädter Ortsvorsteherin Yvonne Franke ist verstimmt. Der Magistrat teilte ihr mit, dass er der Empfehlung der Friedhofskommission folgt und es kein Geld aus dem Stadtsäckel für einen Anbau an die Altenstädter Friedhofshalle geben wird.

Seit einigen Jahren, so Franke, sei es Wunsch der Altenstädter Vereinsgemeinschaft und des Ortsbeirates, an die Friedhofshalle, die außen keine Unterstellmöglichkeit für Trauergäste besitzt, eine Überdachung anzubauen. Dieses Anliegen sei vom Stadtparlament aufgenommen und in den Etat 2012 eingeplant worden.

Yvonne Franke: „Die Maßnahme an sich wird mit schätzungsweise bis zu 25 000 Euro anzusetzen sein, die im Haushalt eingestellten 10 000 Euro sollen nicht überschritten werden.“ Die restlichen Kosten, erklärt Franke, „sollen über Eigenleistungen, mit Barmitteln der Vereinsgemeinschaft als auch durch Spenden finanziert werden“.

Bürgerwunsch

Im Einvernehmen mit dem Magistrat sei vereinbart worden, dass sich die Friedhofskommission mit der Planung beschäftigt. „Mit einer generellen Ablehnung haben wir nicht gerechnet“, sagt die Ortsvorsteherin, die moniert, dass „in der Kernstadt in den letzten beiden Jahren fast 300 000 Euro in die Renovierung der Friedhofshalle und des Friedhofs investiert beziehungsweise beplant wurden“, in Altenstädt aber „ein Bürgerwunsch ausgeschlagen“ worden sei.

Gesamtstädtisches Interesse

Die Entscheidung, kein Geld für einen Anbau zu spendieren sei richtig, sind sich Bürgermeister Stefan Hable und Erster Stadtrat Udo Umbach, Vorsitzender der Friedhofskommission, einig. Umbach verweist auf das vom Parlament verabschiedete Haushaltskonsolidierungskonzept, nach dem keine weiteren öffentlichen Einrichtungen mehr seitens der finanzschwachen Stadt gebaut werden sollen. Es gehe um den Erhalt und um „gesamtstädtisches Interesse“. Es gelte, notwendige Reparaturarbeiten auf allen Naumburger Friedhöfen abzuarbeiten.

„Wir müssen das machen, was wichtig ist“, pflichtet ihm Bürgermeister Stefan Hable bei. Beispielsweise das Dach einer undichten Friedhofshalle zu sanieren - wie in Elbenberg.

In Sachen Altenstädt sei der Magistrat der Empfehlung der Friedhofskommission gefolgt. Hable spricht auch von „fehlendem Bedarf“. Der Trauerraum in Altenstädt sei der größte im Stadtgebiet, größer als der in der Kernstadt. Zu Frankes Hinweis auf die „fast 300 000 Euro“, die in den Naumburger Friedhof und die Halle investiert werden, sagt Hable: „Wir sanieren eine bestehende Halle, und zwar auf der Grundlage eines im Stadtparlament und in der Friedhofskommission abgestimmten Konzeptes. Hier wird das Nötigste gemacht.“

Das letzte Wort scheint noch nicht gesprochen: „Die Altenstädter“, erklärt Yvonne Franke, „wollen jetzt einen erneuten Anlauf über die Stadtverordnetenversammlung machen.“

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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