Vorschlag der Bürgerliste: Klostermuseum soll nach Riede ins Dorfgemeinschaftshaus

Kein Geld für Umbauten

Für Umbauten fehlt das Geld: Derzeit beherbergt das ehemalige Gutshaus der Vitos Kurhessen das Klostermuseum. Die Bürgerliste bringt nun für Alternativen ins Gespräch und sorgt für Wirbel. Foto: zih

Merxhausen. Populär sind die Vorschläge der Bad Emstaler Bürgerliste nicht. Thomas Kimm hatte während der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag die Alternativen zur Zukunft des Klostermuseums in Merxhausen noch nicht fertig vorgetragen, da flogen ihm aus den Besucherreihen schon deftige Kommentare um die Ohren.

Mit „Frechheit“ und „Das ist unmöglich“ machten sich Einzelne im Publikum Luft.Das Problem: Das Klostermuseum in Merxhausen soll für 270 000 Euro umgebaut werden. Beschlossene Sache ist das noch nicht, aber eine Idee, die vom Kultur- und Geschichtsverein Bad Emstal beherzt verfolgt wird.

Nur ist es um die Finanzen der Gemeinde Bad Emstal nicht gerade gut bestellt; die Kommune will deshalb unter den Rettungsschirm des Landes Hessen schlüpfen. Das Geld reicht hinten und vorne nicht. Also kündigte die Bürgerliste an, den Umbauplänen eine Absage zu erteilen und legte am Donnerstagabend einen Ergänzungsantrag vor.

Verein soll Kosten tragen

Darin wird der Gemeindevorstand aufgefordert, gemeinsam mit dem Kultur- und Geschichtsverein zu prüfen, ob das Dorfgemeinschaftshaus in Riede an den Verein übergeben werden kann. Vielleicht könne das Museum in die Immobilie einziehen, so der Vorschlag. Die Kosten für Umbauarbeiten müsse der Verein tragen und dabei auf Spenden, Fördermittel und Eigenleistungen zurückgreifen. Bei der Prüfung solle auch geklärt werden, ob es zu Kollisionen mit anderen Vereinen käme, würde das Museum seinen Standort ins Dorfgemeinschaftshaus verlagern.

Standort: Regionalmuseum

Falls keine finanziell tragbare Lösung gefunden werde und das jetzige Vitos-Gebäude nicht mehr genutzt werden könne, so Thomas Kimm, solle geprüft werden, ob das Klostermuseum in das Regionalmuseum Wolfhager Land eingegliedert werden kann. Die Bad Emstaler Gemeindevertreter folgten dem Antrag insoweit, als dass die Vorschläge bei den anstehenden Debatten in den Ausschüssen eine Rolle spielen und berücksichtigt werden.

Sascha Göhlich, Sprecher der Bürgerliste, hob die Wichtigkeit der Arbeit des Kultur- und Geschichtsvereins hervor. Allerdings könne die Kommune den Umbau finanziell nicht bewältigen. Zu den Kosten müsste die Gemeinde 130 000 Euro beisteuern – einen Betrag, den sie nicht habe. „Da mag das Ziel noch so unterstützenswert sein – eine nicht gegenzufinanzierende Ausgabe können wir derzeit nicht stemmen.“ Und der Fraktionschef gegenüber der HNA weiter: „Die Kommunalaufsicht würde uns an die Kehle springen.“

Quelle: HNA

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