Acht Millionen Euro Jahresumsatz können wahrscheinlich nicht erreicht werden 

Kein Medimax in Sicht: Elektronik-Kette wird wohl nicht nach Fritzlar kommen

Fritzlar. Der Elektronikhändler Medimax wird in Fritzlar wohl keinen Markt an der Range-Kreuzung eröffnen. „Es sieht eher nicht danach aus“, sagte Simone Erkens, Sprecherin von Electronipartner/ Medimax auf Anfrage der HNA. Mehr könne sie nicht sagen.

Die Stadtverordneten hatten die Pläne für einen Elektromarkt auf dem Gelände freigemacht. Für diesen war eine Verkaufsfläche von 1400 Quadratmetern vorgesehen.

Es sei noch nicht fixiert, welche Unternehmen sich auf der Fläche ansiedeln würden, teilte die Riri-Group aus Österreich mit, die der Investor auf dem Gelände ist. Bauentwickler ist das Fritzlarer Büro Hrycak, Löschner und Partner. „Im Moment stehen wir mit einigen namhaften Unternehmen aus dem Bereich Elektronik, Möbel, Kfz, Gastronomie und Tierbedarf in Verhandlung“, erklärte Gerhard Brandstetter, Leiter Projektmanagment bei Riri, auf Anfrage der HNA.

Branchenkenner halten es für unwahrscheinlich, dass dort tatsächlich ein Elektronikmarkt dieser Größenordnung angesiedelt wird. Um wirtschaftlich zu sein, müsse dieser einen Jahresumsatz von acht Millionen Euro erreichen. Das sei schwierig, zumal im Ratiomarkt nördlich von Fritzlar bald ein Saturnmarkt seine Pforten öffnet. In diesem Jahr sollten die Verträge mit den Geschäften für das Projekt unterschrieben werden, heißt es von Riri. Die Planung soll ebenfalls in diesem Jahr beginnen. Für 2013 sei die Eröffnung geplant.

Er gehe davon aus, dass an der Rangekreuzung kein Elektromarkt gebaut werde, sagte Marco Körner, der in Borken die Megacompany im selben Segment betreibt. Er selbst denkt über eine Expansion nach. „Wir schauen uns mehrere Standorte an“, sagte Körner und nannte als Beispiele Fritzlar, Homberg und Melsungen.

Eine Filiale komme aber nur in Frage, wenn er ein leerstehendes Gebäude mieten oder kaufen könne. Ein Neubau stehe nicht zur Debatte. Der Standort Borken werde auf jeden Fall bestehen bleiben. Er habe festgestellt, dass der Trend wieder dahin gehe, dass den Kunden die Beratung wichtiger sei als der niedrigste Preis. So gingen viele Käufer lieber zum Händler vor Ort statt im Internet einzukaufen.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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