Bischof kommentiert die aktuellen Vorgänge

Kein Prunkbau wie in Limburg

Schlüssel als Symbol für eine offene Kirche (von links): Pfarrer Wolfgang Hanske, Bernd Mey und Jürgen Schimmelpfeng. Foto: Hoffmann

Oelshausen. Die Eröffnung der frisch renovierten Kirche fühle sich für ihn an wie ein „Sechser im Lotto“, sagte Pfarrer Wolfgang Hanske mit Blick auf das kleine Gotteshaus in Oelshausen, das gestern nach umfangreichen Renovierungsarbeiten mit einem feierlichen Gottesdienst wieder geöffnet wurde.

„Und die Zusatzzahl ist unser Bischof“, freute er sich über den Besuch von Martin Hein.

„In diesem kleinen Dorf ist eine große Ernte eingefahren worden, wir feiern also ein besonderes Erntedankfest“, so Hein in seiner Predigt. Ein neuer Boden, neuer Innenputz, ein neuer Ort für die Kanzel, eine neu gestaltete Altarwand und eine neue Orgel - stolz könne die Gemeinde sein, dass ihre Kirche nun im neuen Glanz erstrahlt.

Keinesfalls sei es selbstverständlich, wie sehr sich alle auch mit Spenden an dem Projekt mit Gesamtkosten von 280.000 Euro beteiligt hätten. Die selbst aufgebrachten 42.000 Euro seien Ausdruck für die Liebe der Oelshäuser zu ihrem Dorf. „Es ist Ihre Kirche, kein Prunk- oder Protzbau, für den sinnlos Geld ausgegeben worden ist und der die Beziehung zu den Menschen verloren hat“, sagte Hein in Anspielung auf die aktuelle Diskussion um den umstrittenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. „Niemand hat sich hier ein Denkmal setzen wollen, sondern diese renovierte Kirche ist ein Denkmal, das uns auf Gott verweist.“

„Tut mir auf die schöne Pforte“ schallte es durch das schmucke Gotteshaus, nachdem Bernd Mey und Jürgen Schimmelpfeng vom zuständigen Architekturbüro beim gemeinsamen Einzug in die Kirche jedem einen symbolischen Schlüssel überreicht hatten.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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