Kein Tafelladen im Melsunger Edeka

Edeka im Unteren Bachfeld: Die Zukunft des Lebensmittelmarktes ist unklar. Verhandlungen mit dem Diakonischen Werk sind gescheitert. Foto: Gehlen

Melsungen. Der Edeka-Markt Pfeiffer im Unteren Bachfeld in Melsungen steht möglicherweise vor dem Aus: Weil die bisherigen Betreiber aufhören, sollte das Geschäft zu einem Laden der Melsunger Tafel werden. Doch nun sind die Verhandlungen offenbar gescheitert.

Der Lebensmittelmarkt wird seit mehreren Generationen von der Familie Pfeiffer betrieben. Der Laden von Rolf Pfeiffer, Ehefrau Renate und Tochter Silvia gilt als Institution am Unteren Bachfeld. Im Jahr 2007 feierte die Kaufmannsfamilie 50-jähriges Jubiläum.

Doch dem Vernehmen nach soll nun Schluss sein. Die Pfeiffers selbst äußern sich jedoch nicht dazu. Allerdings wurde hinter den Kulissen mit dem Diakonischen Werk verhandelt. Zu dem gehört die Melsunger Tafel, die Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt.

Nach HNA-Informationen soll es bereits einen Vorvertrag zwischen dem Werk und der Kaufmannsfamilie gegeben haben, Umbauten seien gemacht worden.

Offenbar waren aber noch nicht alle Probleme ausgeräumt, es soll Meinungsverschiedenheiten über das Vertragswerk gegeben haben. Dann herrschte Funkstille zwischen den Parteien.

„Wir haben mit dem Ehepaar Pfeiffer im vergangenen Jahr Gespräche über eine mögliche Anmietung der Räumlichkeiten für die Melsunger Tafel geführt“, bestätigt Margret Artzt auf Anfrage der HNA. Sie ist Geschäftsführerin des Diakonischen Werks im Schwalm-Eder-Kreis. Es habe sich jedoch gezeigt, dass die Vorstellungen über das einzugehende Mietverhältnis so weit auseinander gingen, dass man von der Absicht, den Laden anzumieten, wieder Abstand genommen habe.

Wie es nun mit dem Edeka-Markt weitergeht, ist noch unklar. (gör)

Quelle: HNA

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