Beim Bürgergespräch über den Erhalt des Schwimmbads Wasenberg ging es hoch her

Keine Abkühlung in Sicht

Am Beckenrand: Für das Wasenberger Schwimmbad gibt es Überlegungen, einen Trägerverein zu gründen; unser Foto zeigt Bürgermeister Heinrich Vesper und Helmut Lotz von der Gemeindeverwaltung Foto: Grede

Willingshausen/Wasenberg. Hohe Wellen schlug das Bürgergespräch zum Schwimmbad Wasenberg am Donnerstagabend im Jägerheim in Wasenberg. Bürgermeister Heinrich Vesper unterbreitete den 50 Anwesenden die Idee, einen Trägerverein zur Erhaltung des Bades zu gründen.

Die Form des Trägervereins wurde scharf kritisiert. Wortführer war Heinz Heilemann, der einen Förderverein bevorzugte. „Der Unterschied zwischen den beiden Vereinsformen ist, dass bei einem Trägerverein Beiträge gezahlt werden müssen und gleichzeitig eine Haftungspflicht besteht“, vereinfachte Heilemann die juristischen Spitzfindigkeiten.

Kostenersparnis nannte der Bürgermeister den Grund für den Trägerverein. Ferner habe die Kommune bereits 60 000 Euro investiert. Die Wogen glätteten sich, als aus dem Publikum der Gedanke geäußert wurde, man solle sich zunächst einigen, ob das Schwimmbad überhaupt erhalten werden sollte. Eine Abstimmung per Handzeichen, wessen Familien das Bad überhaupt nutzen, ergab kein klares Ergebnis.

Hartmut Rinn ergriff das Wort und führte aus, dass es unheimlich wichtig sei, das Bassin zu retten. „Wir hatten vergangenen Sommer um die 1600 Besucher, im Vorjahr waren es 300 weniger. Das Potenzial ist da“, schloss Rinn. Dem Mann schwebten einige Veranstaltungen vor, mit denen zusätzliche Einnahmen generiert werden könnten.

„Irgendwoher müssen wir Geld herkriegen, wenn wir unser Schwimmbad behalten wollen“, sagte Helga Christ. Eine chemische Reinigung beispielsweise müsse von Profis durchgeführt werden. Hecken schneiden oder das Kassenhäuschen führen, das könne der Verein selbst erledigen. Juniper Pisowotzky bot sich sofort an, ehrenamtlich mitzuarbeiten. Doch es müsse ein Dienstplan erstellt werden.

Das Schlusswort der Veranstaltung gehörte einem Herrn, der vorschlug, den Eintrittspreis von derzeit zwei Euro für Erwachsene und ein Euro für Kinder geringfügig zu erhöhen, um einen Schwimmmeister anstellen zu können.

Von Matthias Hoffmann

Quelle: HNA

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