Breuna veranstaltete im Dorfgemeinschaftshaus einen Info-, Aktions- und Beratungstag

Keine Angst vorm Defi

Retten lernen: Heinrich Herbord erprobte in der Info-Ecke des Breunaer DRK unter den Augen von Sandra Leonard (Mitte) und Heike Reith den Umgang mit dem Defibrillator. Fotos:  Binienda-Beer

Breuna. Gesundheit, Vitalität, Wohlbefinden – das Thema liegt voll im Trend. Für die Gemeinde Breuna bot dies Anlass zu einem Bürgerservice der ausgefallenen Art: Der erste Breunaer Gesundheitstag, veranstaltet in Kooperation mit der Krankenkasse Barmer GEK, verwandelte das Dorfgemeinschaftshaus in ein Aufklärungszentrum gegen Krankheit und für mehr Eigeninitiative zum Erhalt der eigenen Fitness. Informationen, Aktionen und diagnostische Angebote interessierten zahlreiche, überwiegend ältere Besucher.

„Für seine Gesundheit kann jeder etwas tun.“

Klaus-Dieter Henkelmann

„Für seine Gesundheit kann jeder etwas tun. Das wollten wir deutlich machen“, sagte Breunas Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann, der auch seinen Mitarbeitern im Rathaus den Besuch des Gesundheitstages ans Herz legte. Der Info-Markt deckte ein breites Spektrum ab. Gesundheits-checks gab’s für Augen, Ohren, Venen und Lunge.

Gelegenheit bestand außerdem zur Messung von Blutzucker und Cholesterin, von Blutdruck und Body Mass Index (BMI). Auch Aufklärung zu Rückenfitness, eine Körperfettanalyse und eine umfangreiche Ernährungsberatung zählten zum Angebot. Ein örtlicher Supermarkt steuerte eine Riesenmenge Obst zum kostenlosen Verzehr bei.

Neben Fachgeschäften aus der näheren Umgebung – Apotheke, Augenoptik, Sanitätshaus, Hörsysteme und Gesundheitszentrum – präsentierten sich die Märchenlandtherme, die DRK-Ortsvereinigung sowie der Mitveranstalter Barmer GEK mit dem Beratungsschwerpunkt Ernährung.

Genuss in Maßen

Am zu Demonstrationszwecken gedeckten Ernährungstisch hielten manche Betrachter erschrocken inne, Beispiele: Einer 300-Gramm-Tüte Gummibärchen entsprechen 80 Stück Würfelzucker, eine Tafel Schokolade von 100 Gramm liefert 50 Gramm schlechtes Fett.

Resignierten Ausrufen wie „Dann darf ich ja gar nichts mehr essen“ hielten die Gesundheitsexperten entgegen: „Doch, aber alles in Maßen.“

Das Breunaer DRK wies Interessierte in die Reanimation mit dem Defibrillator ein. „Nur keine Angst haben. Man kann nichts verkehrt machen. Das Gerät spricht mit dem Anwender, es gibt die Anleitung Schritt für Schritt“, erklärte Vorstandsmitglied Sandra Leonard.

Ein so genannter „Defi“ steht in der Märchenlandtherme zur Verfügung, einen nagelneuen AED (Automatischer Externer Defibrillator) konnten die Rotkreuzler am Gesundheitstag vom DRK-Kreisverband in Empfang nehmen: als Geschenk zum 25-jährigen Bestehen der Ortsvereinigung.

Von Dorina Binienda-Beer

Quelle: HNA

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