Keine Chance für Gegner

Hohler Graben: Stadtverordnete stimmen für erneute Auslegung der Bebauungspläne

Fritzlar. Zahlreiche Widersprüche und Einwände von Anliegern gegen die Pläne der Stadt, den Kleingartenbereich an der Südseite des Hohlen Grabens in der Fritzlarer Innenstadt zum Baugebiet zu erklären und dort Wohnhäuser sowie einen Parkplatz zu bauen, hatten bisher keinen Erfolg.

Die Stadtverordneten stimmten am Donnerstagabend bei zwei Enthaltungen und zwei Gegenstimmen aus der SPD-Fraktion der erneuten Auslegung der Pläne zu.

Es habe ein ganzes Teil von Eingaben von Anliegern gegeben, vor allem wegen der befürchteten zusätzlichen Verkehrs- und Lärmbelastung, erläuterte Peter Kuttelwascher vom zuständigen Planungsausschuss. Die Stadt habe deshalb eigens ein Lärmgutachten in Auftrag gegeben.

Dieses Gutachten eines Ingenieurbüros gehe in der Konsequenz davon aus, dass die Belastung insgesamt durch die geplante Bebauung und den Parkplatzverkehr nicht steigen werde. Die Lärmbelastung zum jetzigen Zeitpunkt werde danach als Grundbelastung nicht weiter erhöht, sagte Kuttelwascher.

Außerdem beschlossen die Stadtverordneten zwei Ausgleichsmaßnahmen, da Grünflächen wegfallen werden: In Obermöllrich entsteht auf einer zurzeit intensiv genutzten Wiese in Edernähe ein Biotop mit drei Teichen, etwa ein Hektar groß. Und entlang der alten B 3 zwischen Werkel und Fritzlar wird ein Teilstück zurückgebaut und entsiegelt. Dazu soll es noch einen Ortstermin mit betroffenen Landwirten geben.

Am Hohlen Graben sollen auf der Südseite 17 Wohnhäuser neu gebaut werden, außerdem entsteht im oberen Bereich ein öffentlicher Parkplatz mit 50 Stellplätzen unterhalb des Ärztehauses. Dazwischen sind eine Obstwiese und ein Fußweg geplant, der den Parkplatz mit dem Oberen Schulweg verbindet.

Gegen Südlink-Trasse 

In einer Stellungnahme zum „Teilregionalplan Energie Nordhessen“ bekräftigten die Stadtverordneten ihre Ablehnung der geplanten Stromtrasse Südlink. Man nehme die Ängste der Menschen ernst, sagte Christian Seyffarth (CD), der auch Fracking als inakzeptabel bezeichnete.

Es sei gut, dass es regional viele Bürgerinitiativen gegen Südlink gebe, betonte Gerlinde Draude (SPD). Es dürfe bei Trasse wie Fracking nichts über die Köpfe der Kommune entschieden werden.

Quelle: HNA

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