Partnerschaftsverein sagt jetzt Fahrt für 2012 ab

Keine Erholung für Tschernobyl-Kinder

Geld fehlt: Einen Bus will der Partnerschaftsverein kaufen. Doch gab es bislang nicht genug Spenden. Foto: Yüce

Homberg. Die Erholungsfahrt des Homberger Partnerschaftsvereins für Tschernobyl-Kinder wird es nicht mehr geben. Zumindest nicht im nächsten Jahr. Denn alle Bemühungen des Vorsitzenden Joachim Jerosch, einen Bus für diese Fahrten zu bekommen, führten letztlich nicht zum Erfolg. „Wir haben einige Sponsoren gefunden, aber nicht genug“, sagt Jerosch.

Nachdem der Hauptsponsor für den Kauf eines Reisebusses kurzfristig abgesprungen war, ist der Verein in Not geraten. Denn nur zu gerne würde er auch weiterhin die Erholungsaufenthalte von Kindern aus Hombergs weißrussischer Partnerstadt Stolin organisieren, doch ohne eigenen Bus ist dieses Projekt auch insgesamt in Gefahr. Letztlich fehlten über 50 000 Euro für den Kauf eines Reisebusses (wir berichteten).

Viel Geld, doch einen Bus zu mieten, sei langfristig zu teuer. Etwa 6000 Euro würde das kosten

In den vergangenen zwei Jahren hat er alle Hebel dafür in Bewegung gesetzt, um Spender zu gewinnen und einen passenden Bus zu finden. Über 43 000 Euro hat der Verein bereits zusammen. Darunter auch zweckgebundene und zeitlich befristete Zusagen von großen Stiftungen. Auch Homberger haben sich bereits beteiligt. Seit 1996 bietet der Verein Kindern aus Stolin die Möglichkeit, sich in den Ferien in Homberg zu erholen. Kinder, die in Gebieten aufwachsen müssen, die auch heute noch von dem Atomunglück vor 25 Jahren in Tschernobyl radioaktiv belastet sind.

„Den Erholungsaufenthalt brauchen sie dringend zur Stabilisierung ihrer geschwächten Gesundheit“, sagt Jerosch.

Doch nachdem die Fahrt schon 2010 und 2011 ausfallen musste, steht jetzt fest, dass es auch nächstes Jahr keine Fahrt geben wird. „Uns geht aber die Energie nicht aus, um nach weiteren Lösungen zu suchen“, sagt Jerosch und fügt an: „Es ist doch für einen guten Zweck.“

Fest stehe auch, dass das Projekt mit dem eigenen Bus für den Verein stehe und falle. „Ohne den ist es uns langfristig nicht möglich die Fahrten günstig zu halten“, erklärt er. Das wäre dann tatsächlich das endgültige Aus für die Erholungsaufenthalte der Kinder. (may)

Quelle: HNA

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