Die Sozialstaffel bleibt

Keine Kitagebühr für Kinder ab drei Jahren in Körle ab Sommer

Körle. Ab Sommer müssen Eltern für Kinder ab drei Jahre keine Kindergartengebühr mehr bezahlen.

Sechs Stunden lang können die Jüngsten bis zum Schuleintritt täglich kostenfrei die Einrichtungen nutzen. Wegen dieses hessenweiten Gesetzes hat die Körler Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung eine neue Satzung für die Nutzung der Kitas beschlossen. Das sind die Neuerungen.

Die Betreuungszeiten

Für die Kita Pfiffikus und den Waldkindergarten gilt künftig eine Regelbetreuungszeit von 6.30 bis 12.30 Uhr (Betreuung bei Pfiffikus bis 16.30 Uhr). Die Betreuungszeit in der U3-Kita Pusteblümchen bleibt wie bisher: 6.45 bis 15 Uhr.

Die Gebühren

Wer seine Kinder in der Regelbetreuungszeit in den Kindergarten Pfiffikus oder in den Waldkindergarten bringt, zahlt künftig nichts. Bleibt ein Kind bis 13.30 Uhr, müssen die Eltern höchstens 30 Euro im Monat bezahlen. Je nach Familien-Bruttoeinkommen wird dieser Betrag reduziert.

Die Sozialstaffel

Wie bisher wird die Kindergartengebühr nach einer Sozialstaffel reduziert. Da die ersten sechs Stunden kostenfrei sind, gilt diese bei der Betreuung ab 12.30 Uhr.

Für eine zusätzliche Stunde müssen bei einem Familieneinkommen von über 5000 Euro brutto monatlich 30 Euro bezahlt werden. In 500-Euro-Schritten (vorher in 250-Euro-Schritten) wird dieser Betrag je nach Einkommen reduziert. Bei einem Bruttoeinkommen von bis zu 1500 Euro bezahlen die Eltern für eine zusätzliche Stunde neun Euro. In der Krippe reichen die Gebühren für eine Betreuung von 6.45 bis 12 Uhr von 66 bis 220 Euro. Reduzierungen gibt es weiterhin bei Geschwisterkindern.

Die Kritik

Kritik an der neuen Satzung gab es insbesondere wegen der Beibehaltung der Sozialstaffel seitens der CDU-Fraktion.

Es handele sich jetzt um kleinere Beträge, die unter die Staffel fallen, das stehe in keinem Verhältnis zum Verwaltungsaufwand, sagte Michael Greiner. Hinzu komme, dass die Eltern der Gemeinde ihre Einkommenssituation weiterhin offenlegen müssten. „Deshalb lehnen wir dieses Verfahren ab.“ Besser wäre eine kleine feste Gebühr pro Stunde.

Die Sozialstaffel habe durchaus ihre Berechtigung, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Oetzel. Betreuungsgebühren von bis zu 120 Euro für vier Stunden seien keine Beträge, auf die die Gemeinde einfach verzichten könne. Greiner kritisierte auch, dass die Regelbetreuungszeit um 6.30 Uhr startet. „Die meisten werden ihr Kind nicht so früh in die Kita bringen.“ Die meisten Kinder kämen gegen 8 Uhr „und dann zahlen die Eltern wieder drauf.“ Das sei nicht die Idee der beitragsfreien Kita.

Die Gebühren-Satzung wurde mit elf Ja-Stimmen und drei Enthaltungen beschlossen. 

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.