Violin- und Violaklasse der Musikschule

Keine Spur von Nervosität beim Sommerkonzert

Nachwuchs: der siebenjährige Chris Stäbert spielte neben dem Kinderlied „Summ, summ, summ“ auch ein selbst komponiertes Lied.

Bad Emstal. Der sechsjährige Noah Siebert geht noch in den Kindergarten. Doch Geige spielt er schon seit eineinhalb Jahren. Sicher streicht er seinen Bogen über die Seiten seiner Violine.

Auswendig spielt er vor 100 Zuhörern in der Evangelischen Kirche in Bad Emstal-Balhorn das Stück „Meine Seele ist still zu dir“, von Klaus Heinzmann. Insgesamt 23 Schüler der Violin- und Violaklasse der Musikschule Wolfhager Land nahmen am Konzert teil.

„Das ist eine gute Gelegenheit, um das Gelernte zu zeigen“, sagt die Instrumentallehrerin Klaudia Piecha. Die Schüler sind zwischen sechs und 14 Jahren alt. Die Ausbildungsstufen sind sehr unterschiedlich. Aber die Gelegenheit für einen großen Auftritt bei einer tollen Akustik haben sie alle. „Ich weiß, dass sie sehr aufgeregt sind“, sagt die Instrumentalpädagogin. „Viele von ihnen spielen heute zum ersten Mal vor einem Publikum.“

Doch die Aufregung ist den Kindern kaum anzusehen. Das Publikum hörte in dem knapp eineinhalbstündigen Programm neben bekannten Kinder- und Volksliedern sowie Filmmusik auch Stücke der klassischen Streicherliteratur. So von Franz Schubert, Oskar Rieding oder Charles Dancla. Das Repertoire war vielfältig. „Manche sind blutige Anfänger“, sagt Klaudia Piecha. „Andere spielen schon seit mehreren Jahren.“

Nicht nur Solo-Auftritte prägten den Abend. Auch das gemeinsame Musizieren stand im Fokus. „Das Spielen im Ensemble muss trainiert werden“, sagt die Instrumentallehrerin. „Deshalb spielen die Kinder nicht nur einzeln.“ Die Freude am Konzert war allen Kindern anzusehen. „Viele sind stolz ihren Eltern, Familien und Freunden zu zeigen, was sie so drauf haben.“

Ein leichtes Instrument haben sich die begeisterten Schüler nicht ausgesucht. „Die Schwierigkeit besteht darin, dass man den richtigen Ton treffen muss“, sagt Klaudia Piecha. „Das ist nicht einfach, da es bei der Geige keine Markierungen gibt, wo man die Finger hinlegen soll.“ Man brauche ein sehr gutes Gehör und vor allem sehr viel Geduld.

Nächstes Konzert folgt

Am Sommerkonzert nahmen Schüler der Jeki-Gruppe der Grundschule Wolfhagen, des Musikprojektes der Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal/ Sand und das Streichensemble der Musikschule teil. Das nächste Konzert der Jungen Philharmonie Wolfhagen findet am 29. Juni ab 17 Uhr in der Evangelischen Kirche in Zierenberg statt.

Quelle: HNA

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