Die Zuckerfabrik in Wabern erzeugt in der Rübenkampagne ihre Energie selbst

Keine Strompreissorgen

Viel Dampf für die Süße: Die Zuckerproduktion in der Waberner Fabrik benötigt viel Energie. Ihren Strom erzeugt die Fabrik größtenteils selbst.

Wabern. Etliche Firmen, die viel Energie verbrauchen, fürchten die Erhöhung der Umlage für den Ökostrom im kommenden Jahr. Diese soll auf 5,3 Cent pro Kilowattstunde steigen, um damit den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu finanzieren.

Viel Energie benötigt auch das Südzucker-Werk in Wabern, besonders in der Rübenkampagne, die momentan auf Hochtouren läuft. Sichtbar ist das an der weißen Dampffahne, die tagein tagaus über der Fabrik steht. Genau dieser Dampf sorgt dafür, dass die Fabrik vom Strompreis nicht so stark abhängig ist. Das Werk hat nämlich ein eigenes Kraftwerk, erläuterte Werksleiter Dr. Stefan Mondel auf HNA-Anfrage.

In Kesseln wird Dampf erzeugt, angeheizt mit Gas, und quasi als Nebenprodukt Strom erzeugt. Notwendig ist die Energie vor allem, um den Zuckersaft zu kochen, eine Voraussetzung für die Zuckerproduktion.

Teilweise werde sogar Strom aus dem betriebseigenen Kraftwerk in das öffentliche Netz eingespeist, sagte Mondel, ingesamt halte sich die Bilanz von Stromankauf und -verkauf aber in etwa die Waage.

Strom wird eingekauft

Außerhalb der Rübenkampagne sieht das allerdings anders aus, denn dann wird das Kraftwerk nicht betrieben. Trotzdem wird in der Zuckerfabrik gearbeitet. Verpackung und Verarbeitung des Zuckers etwa laufe das ganze Jahr, erläuterte der Werksleiter. Auch Reparaturen und Umbauten werden dann erledigt. In dieser Zeit werde Strom eingekauft. Insofern mache die EEG-Umlage auch für das Werk etwas aus. Besonders energieintensive Betriebe sind teilweise von der Umlage befreit.

Für die Südzucker AG, zu der auch die Waberner Zuckerfabrik gehört, trifft das nicht zu, sagte Südzucker-Pressesprecher Dr. Dominik Risser auf HNA-Anfrage.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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