Warme Kleidung wird gebraucht – Unbeheizte Zelte nicht belegt

Keine weiteren Proteste in der Zeltstadt am Knüll

Schwarzenborn. Nach der Protestaktion von Flüchtlingen im Zeltlager Schwarzenborn am Freitag ist es übers Wochenende ruhig geblieben.

Das bestätigte auf HNA-Anfrage am Sonntag Bürgermeister Jürgen Kaufmann. Es habe einen kleineren Kreis von Flüchtlingen gegeben, der angekündigt hatte, das Lager zu verlassen, letztlich seien aber wohl alle geblieben.

Es sind überweigend Männer, die auf dem Truppenübungsplatz untergebracht sind, doch es leben auch einige Frauen und Kinder dort. Es steht ihnen frei, das Gelände zu verlassen, und übers Wochenende waren viele Grüppchen an den Landstraßen wahrzunehmen, die offenbar nach Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung suchten. In dem Zusammenhang rief der Bürgermeister die Autofahrer zu erhöhter Vorsicht gegenüber den Fußgängern auf, diese würden oft zu beiden Seiten der Fahrbahnen laufen.

Jürgen Kaufmann

Nach Kaufmanns Informationen ist die Zahl der Flüchtlinge in der Zeltstadt unverändert bei etwa 330 Personen, überwiegend syrische Bürgerkriegsflüchtlinge. Belegt seien die Zelte, in denen die Heizung funktioniert. Seit Freitag wurden weitere Decken und Schlafsäcke an die Menschen verteilt.

Kaufmann erneuerte den Spendenaufruf. Es bestehe weiterhin großer Bedarf an warmer Kleidung wie Jacken, Pullovern, Hemden aus dickem Material, Fleecejacken und Wintersachen aller Art sowie an Schuhen. Wie gemeldet werden die Kleiderspenden von den DRK-Rettungswachen in Ziegenhain, Fritzlar, Melsungen und Homberg angenommen.

Laut Kaufmann kann Kleidung auch direkt am Lagereingang abgegeben werden, aber nur an die Helfer, die sie sortieren und verteilen.

Unter diesem Artikel werden nur Kommentare freigeschaltet, die sich ausschließlich mit dem im Text behandelten Aspekt des Flüchtlingsthemas auseinandersetzen.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare