Gilserberger Gemeindevertreter beschließen Änderungsvorschläge für Regionalplan

Keine Windräder im Übermaß

Gilserberg. Nach ausführlicher Beratung und Diskussionen während den vergangenen Wochen haben sich die Gilserberger Gemeindevertreter während ihrer Sitzung am Dienstagabend auf einen gemeinsamen Beschluss zum Teilregionalplan Energie Nordhessen geeinigt. Der Plan entscheidet über die künftige Verteilung von Windkrafträdern.

Wichtigster Punkt im Beschluss, erläuterte SPD-Fraktionschef und Vorsitzender des Haupt-, Finanz- und Bauausschusses, Martin Dippel, sei die Forderung der Gemeinde, dass der Bestand an bereits vorhandenen Windkraftanlagen im Regionalplan enthalten bleibt.

In Gilserberg geht es um zehn Vorrangflächen, auf denen künftig zwischen 30 und 50 Windräder stehen könnten. Vier Standorten werde die Gemeinde nicht zustimmen, so Dippel. Dies betrifft den Standort „Zentralbahnhof“ in Sebbeterode. Dort sollten keine Windkrafträder entstehen, da der Bereich der Naherholung diene und zudem extrem sichtexponiert sei. Ein zweites Problem stellt die ausgewählte Fläche zwischen Moischeid und Gemünden dar. Dort sieht der Regionalplan eine Erweiterung der Fläche vor, den die Gilserberger ablehnen.

Ebenfalls eine Absage erteilten die Gemeindevertreter für das Gebiet „Teufelsberg“ bei Sebbeterode. Unter Berücksichtigung der bereits vorhandenen Windkraftanlagen befürchten die Gilserberger eine Umzingelung und Bedrängung durch weitere Anlagen.

Nach intensiven Beratungen mit den Ortsbeiräten von Sachsenhausen und Appenhain fordern die Gemeindevertreter zudem, dass die im Regionalplan vorgesehene Fläche zwischen Sachsenhausen und Mengsberg gestrichen wird.

Die Vorschläge der Gemeinden zum Regionalplan müssen bis Freitag, 29. Mai, zurück an das Regierungspräsidium Kassel gegeben werden. Ob die Änderungsvorschläge der Gemeinde allerdings im Regionalplan berücksichtigt werden, steht noch aus. Die Entscheidung dazu trifft die Regionalversammlung, der Vertreter der Landespolitik und der einzelnen Kommunen angehören.

Von Daniel Göbel

Quelle: HNA

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