Seit 1947 für Kirchengemeinde engagiert

Drei Generationen der Familie Kepper im Kirchenvorstand

Wolfhagen. Wenn man vom Haus Teichbergstraße 27 auf Wolfhagen schaut, ragt der Turm der Stadtkirche in der Mitte auf. Das ist ein starkes Symbol. Denn hier wohnen Keppers und für sie gehört die Kirche zum Mittelpunkt ihres Lebens. Das ist Familientradition. Seit  1947 war immer jemand von ihnen im Kirchenvorstand.

Wilhelm Kepper (1916 bis 2000) war Landwirt und 31 Jahre alt, als er in den Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde gewählt wurde. Das war zu einer Zeit, in der die Arbeit des Kirchenvorstandes noch pfarrerzentrierter war. Was Dekan oder Pfarrer sagten, hatte Gewicht.

Wilhelm Kepper war ein Vorbild im Glauben. Er leitete über viele Jahre die „landeskirchliche Gemeinschaft“, eine pietistische Gruppe, die sich einer traditionellen Bibelarbeit verschrieben hatte. In der Stadt verteilte er den Neukirchener Abreißkalender. Das tägliche Gebet und das Bibelstudium haben ihn geprägt.

Nach 36 Jahren schied Wilhelm Kepper aus. 1983 trat Werner Kepper, damals 34 Jahre alt, in die Fußstapfen des Vaters. Er kümmerte sich um die Gebäude der Gemeinde, vor allem um die Kirche. Niemand in Wolfhagen kennt die alte Kirche vom Dachboden bis in den Heizungskeller so gut wie er.

Er war stets zur Stelle

Immer, wenn etwas getan oder organisiert werden musste, war Werner Kepper zur Stelle. Natürlich war die Renovierung der Stadtkirche in den vergangenen Jahren so etwas wie die Krönung seines Lebens. Kritisch sagt er: „Jetzt haben wir dieses schöne Gebäude; nun müssen wir sehen, wie wir da gute inhaltliche Arbeit machen und die Menschen im Gottesdienst erreichen.“

30 Jahre im Kirchenvorstand, das war genug „in der ersten Reihe“. Vom Bischof hat Werner Kepper schon im vergangenen Jahr die Elisabethmedaille erhalten und vom Dekan den Dankbrief des Kirchenkreises. Damit ist nicht die ehrenamtliche Arbeit in der Gemeinde beendet, aber die im Leitungsorgan Kirchenvorstand.

In der Familie war klar, dass die Tradition weitergehen sollte. Johannes Kepper, promovierter Musikwissenschaftler, rückte nach. Von Berufs wegen hat er Interesse im Musikausschuss mitzuarbeiten, auch der Finanzausschuss interessiert ihn.

Auch ihm liegt am Herzen, dass „die toll renovierte Stadtkirche, die ganz viele Möglichkeiten bietet“, in all ihren Facetten genutzt wird.

Kirche war immer wichtig

So zieht sich in der Kepper-Familie die Liebe zur Kirche, auch, aber nicht nur zum Gebäude, wie ein roter Faden durch die Familiengeschichte. Das hat durchaus eine Vorbildfunktion für viele andere.

Und ansteckend ist das Engagement sowieso - und das schon 66 Jahre lang.

Von Günther Dreisbach

Quelle: HNA

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