A-cappella-Gruppe mit dem Fritzlarer Lehrer Björn Schmidt tritt in der Stadthalle auf

Kerle in der Damensauna

Umringt von Frauen: Das Programm, mit dem die Echten Kerle in Fritzlar auftreten, heißt „Damensauna“. Ganz hinten Björn Schmidt, hauptberuflich Lehrer in Fritzlar. Foto: privat

Fritzlar. Nein, die eigenen Frauen sind es nicht, die da um die „Echten Kerle“ auf den Saunabänken für das Foto sitzen. „Die haben sich geweigert“, sagt Björn Schmidt und lacht. Schmidt ist Bass der A-cappella-Gruppe und hauptberuflich Lehrer in Fritzlar.

Zum zehnjährigen Bestehen des Fritzlarer Frauen- und Familienzentrums Fafritz tritt die Gruppe am Samstag, 17. November, ab 19.30 Uhr in der Fritzlarer Stadthalle auf. Das Programm, womit wir wieder beim Foto wären, heißt: Damensauna.

Das Bild entstand in der Kurhessentherme in Kassel und die Damen fanden die Kerle über ein Stadtmagazin und bei Thermenmitarbeiterinnen. „Es war gar nicht so schwer, hübsche Frauen zu finden“, sagt der 36-Jährige. Im richtigen Leben ist Schmidt Musik- und Sportlehrer an der Fritzlarer König-Heinrich-Schule. Wie bei den Echten Kerlen wolle er dort die Begeisterung an der Musik weitergeben. So hat er in den vergangenen Jahren den Oberstufenchor, die Big-Band und ein symphonisches Blasorchester auf die Beine gestellt.

Bis auf einen sind auch die anderen Echte-Kerle-Sänger Lehrer, Peter Scholz ist Musikproduzent, unter anderem für Musicals in Fulda.

Die Kerle, die als A-cappella-Comedy angekündigt werden, nehmen sich auch gerne selbst auf die Schippe: „Wir ziehen uns als Lehrer selbst durch den Kakao.“ Ironisch und kabarettistisch geht es bei ihren Auftritten zu, verspricht er.

Kennengelernt hat sich das Quintett beim Musikstudium an der Uni Kassel. Für eine Prüfung traten sie gemeinsam auf und hatten so viel Spaß, dass es nicht das letzte Konzert blieb. Anfangs sangen sie Lieder nach, doch inzwischen besteht das Repertoire aus eigenen Songs mit Texten von Frank Lötzer.

So haben sie auch Kassel in einem Lied verewigt. Das hätten sie dem damaligen Kasseler Oberbürgermeister Georg Lewandowski als Kassellied angeboten, sagt Schmidt. Geklappt hat es nicht: „Lewandowski mochte lieber Blasmusik.“ Das macht nichts, jetzt nutzen die Kerle die Anekdote für ihr Bühnenprogramm.

Dort behandeln sie auch die Frage, woher der Bandname kommt. Die inoffizielle Version geht so: Die fünf waren auf dem Weg zu ihrem ersten Konzert und hatten noch keinen Namen, als einem diese Idee kam. Offiziell wird die Frage, warum die Echten Kerle Echte Kerle heißen so beantwortet: „Das sieht man doch!“ • Konzert: Echte Kerle, Samstag, 17. November, 19.30 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr) Stadthalle Fritzlar. Vorverkauf HNA-Geschäftsstellen für 15 Euro. www.hna-kartenservice.de

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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