Kinder musizierten für Kinder am Ende der Jugendwochen der B. Braun AG

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Konzert mit selbst gemachten Instrumenten: Die meisten Kinder, die am Samstag beim Workshop dabei waren, traten am Samstag beim Konzert auf.

Melsungen. „Musik bildet, schärft die Sinne, fördert Aufnahmefähigkeit, soziale Kompetenz, Integration, Emotionalität und Kreativität", sagte Dr. Ulrike Schnell zur Eröffnung des Konzertes, das zum Abschluss der Kinder- und Jugendwochen der Firma B. Braun am Sonntag im Stadtwaldpark stattfand.

Unter dem Motto Kinder musizieren für Kinder waren vier junge Talente eingeladen: Theo Plath (Fagott), Catharina Mothes (Harfe), Marvin Ku (Klavier) und Nikolas Betzl (Schlagzeug) beeindruckten mit kurzen Stücken verschiedener Komponisten die kleinen und großen Besucher.

Neu war in diesem Jahr, dass es am Samstag zuvor dazu einen Workshop gab: 30 Kinder waren eingeladen, selbst Instrumente zu basteln, um die Entstehung von Klang zu erforschen.

Vorbereitet von Constanze Betzl, Musikpädagogin und Musikmanagerin aus Kassel, konnten die Kinder Trommeln, Waldteufel oder Blasinstumente bauen. Dr. Ulrike Schnell, Theo Plath, Nikolas Betzl und Christine Weghoff halfen mit, als die Kinder nach eine Experimentierphase mit verschiedenen Instrumenten in drei Gruppen selbst aktiv wurden.

Man wolle, so Dr. Schnell, auf diese Weise die Verbindung zwischen Naturwissenschaft und Musik erklären, denn Klang sei ein physikalisches Phänomen.

Mit Eifer machten sich die Kinder ans Werk, klebten, bemalten und fügten zusammen. Es dauerte nicht lange, da versuchten sie, den Instrumenten Töne zu entlocken, was auf den Blasinstrumenten erst nach einigen Versuchen gelang. Danach ging es ans Experimentieren mit Klang, um am Sonntag im Konzert mitzuwirken.

Mit Spannung saßen dann die Workshop-Teilnehmer im Konzertsaal und warteten auf ihren Einsatz. Der kam, als Marvin Ku Aaron Coplands „Die Katze und die Mäuse“ auf dem Klavier vortrug: Betzl hatte sich als Vorspann zu diesem Musikstück eine Geschichte ausgedacht, die, vorgetragen von Sohn Nikolas, mit den selbst gebauten Instrumenten untermalt wurde.

Es sei ihr ein großes Anliegen, Kindern Musik nahe zu bringen, sagte Dr. Ulrike Schnell. Den neuen Weg werde man sicher weiter gehen, denn es habe Freude gemacht, mit den Kindern zu arbeiten und zu erleben, mit welcher Konzentration sie dabei waren.

Am Ende des Konzerts gab es für jeden eine Rose als Dank für die Mitwirkung. Viele erwachsene Besucher äußerten sich begeistert von dem neuen Konzept des Familienkonzertes. (zad)

Quelle: HNA

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