Kindergarten: Eine Gruppe in Neukirchen muss dicht machen

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Wollen weiter in ihrem Heimatort betreut werden: Jungen und Mädchen im Kindergarten in Seigertshausen.

Neukirchen. Aufgeschoben ist die Frage, welche Kindergartengruppe oder welcher Kindergarten aufgegeben wird. Dem Vorschlag aus dem Haupt- und Finanzausschuss folgten in der Neukirchener Parlamentssitzung am Donnerstag 18 Stadtverordnete. Zehn, darunter Vertreter von CDU und FDP, enthielten sich.

Die Zahlen zwingen die Stadt, die Anzahl der Gruppen zu verringern. In den Fokus gerieten in dem Zusammenhang zunächst die beiden eingruppigen Einrichtungen, die in Seigertshausen (derzeit zwölf Kinder) und die in Asterode (16). Die Brisanz des Themas hatte zahlreiche Zuschauer in den Rathaussaal gelockt.

Bernd Grossmann (SPD) stellte in der Debatte die rhetorische Frage, ob Geld alles sei. Er wandte sich gegen eine Aufteilung der Seigertshäuser Kinder und warnte vor langen Warte- und Fahrzeiten für die Kleinkinder beim Bustransport. Auch würde es Probleme mit personellen Umstellungen und der Immobilie geben. Es sei zu befürchten, dass die Kinder in die Nachbarkommune abwandern, und es müsse andere Möglichkeiten geben, als den Kindergarten Seigertshausen zu schließen.

Für die CDU-Fraktion hielt ihm Veronika Backes entgegen, das Drehen und Wenden der Notwendigkeiten sei nutzlos, eine Lösung ohne Nachteil sei undenkbar. Die SPD sei nun am Zug, „finden Sie eine Lösung“.

Helmut Reich (FDP) schickte voraus, dass die emotionale Betrtoffenheit von Eltern immer groß sei, doch müsse „man der Wahrheit ins Auge blicken“. Das Jahresdefizit für die Kinderbetreuung sei mit 1,2 Mio. Euro der größte Posten im Haushalt, dabei werde es ab Sommer 39 unbesetzte Plätze geben. Nun sei eine politische Entscheidung gefragt, zu der der Magistrat nicht mutig genug sei, sagte Reich.

Weiter geht es nun mit dem Thema in der nächsten Stadtverordnetensitzung am Donnerstag, 3. Mai.

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Quelle: HNA

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