Tour der großen Gefühle

Kindergartenkinder und Grundschüler unterstützen Spendenaktion

Gemeinsam erreichen sie viel: Die Radler der Tour der Hoffnung, die Kinder aus Fritzlarer Kindertagesstätten und Grundschulen und mitten unter ihnen Bürgermeister Hartmut Spogat und (rechts daneben) Biathletin Petra Behle. Fotos: Yüce

Fritzlar. Sie sangen nicht nur von vielen kleinen Leuten, die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun und damit das Gesicht der Welt verändern; die Grundschüler und Kindergartenkinder aus Fritzlar setzten diese Worte gleich in die Tat um.

Denn in den vergangenen Wochen hatten sie fleißig Spenden gesammelt. Das Geld übergaben sie am Montag an das Team der Tour der Hoffnung. Die Radler, die auf dem Weg von Kassel in die nächste Hessentagsstadt Bensheim sind, stoppten in Fritzlar. Bei der Tour handelt es sich um eine gemeinnützige Aktion zu Gunsten krebskranker Kinder. Das Team Bensheim der Tour der Hoffnung bahnt sich in den nächsten Tagen auf Fahrrädern seinen Weg nach Bensheim.

Und das Ziel der Tour? Geld für den guten Zweck sammeln. Dafür radeln auch Promis mit. In Fritzlar war Biathletin Petra Behle dabei, die sich überwältigt von dem Engagement der Fritzlarer Kinder und der Sparda-Bank zeigte. „Ich bin überwältigt. Wir schweben alle auf rosa Wolken, weil bei der Tour immer wieder so Unglaubliches bewegt wird“, sagte Behle. „Das ist ein Riesending“, rief sie den Kindern auf dem Fritzlarer Marktplatz zu, und sie bekamen von Behle, Bürgermeister Hartmut Spogat und den Radlern jede Menge Applaus. Der Hilfe-Virus habe alle infiziert, so Behle. Man könne stolz sein, gemeinsam so viel zu erreichen und kranken Kindern helfen zu können. „Jetzt drücken wir nich die Daumen, dass die Kinder auch wieder gesund werden“, fügte sie an.

Sie haben viel bewegt

Insgesamt nahmen die Radfahrer 12.700 Euro mit aus Fritzlar. 10.000 Euro davon stammen von der Sparda-Bank und 2700 Euro haben die Kindertagesstätten St. Johannes (Ungedanken), St. Martin und Regenbogenland sowie die Grundschule an den Türmen, die Regenbogenschule und die Schule Oberstes Holz (Obermöllrich) gesammelt. Sie verkauften unter anderem Malereien, veranstalteten Sommerfeste und einen Spendenlauf und verkauften Gebäck. An der Aktion beteiligte sich auch der katholische Bläserchor.

Somit füllten die Fritzlarer mit ihrem Geld den Spendentopf auf nun insgesamt 30.200 Euro. Mit dem Geld sollen vor allem die klinische Versorgung, aber auch die Kinderkrebsforschung und die Entwicklung neuer Konzepte unterstützt werden, so Ralf Vesper, einer der Organisatoren der Tour. „Es ist großartig, wenn Gesunde etwas für Kranke tun und Kinder etwas für Kinder“, sagte er und machte deutlich dass die Tour der Hoffnung auch eine Tour der großen Gefühle ist.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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