Die Planungsgruppe Ferienspiele motiviert Kinder, etwas zu basteln – Auch ohne Elektronik kann man etwas unternehmen

Ein Kinderlachen ist ihnen Lohn genug

Selbst gebastelt: 30 Kinder aus Homberg und Umgebung haben bei der Planungsgruppe Ferienspiele Abwechslung in den Ferien. Foto: Nieswandt

Homberg. Mit einer großen Säge und einem Akkubohrer werden Äste bearbeitet. Späne fliegen, und viele Kinder sind mit höchster Konzentration bei der Sache. Sind die Stämme glatt genug, ist es Zeit, Augen mit Leim anzubringen. Und fertig ist die Katze - oder die Schlange.

Die Schüler, die an den Spielen der Planungsgruppe Freizeitspiele in Homberg teilnehmen, beschäftigen sich nicht mit dem Fernseher oder Spielkonsolen „Wir möchten den Kindern Spiele ohne Elektronik anbieten“, sagt die ehrenamtliche Mitarbeiterin Hedwig Matys. So könnten die Kinder gefördert werden, und da sie zusammenarbeiten, lernen sie auch miteinander umzugehen. Die Planungsgruppe Freizeitspiele gibt es seit 1979. Sie bringt Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren kulturelle Angebote näher. Dafür erwerben die Eltern einen Ferienpass.

In diesem Jahr gibt es sechs Programmpunkte, vom Museumsbesuch in Korbach über einen Aufenthalt im Wildpark Knüll bis hin zur Besichtigung einer Schokoladen-Manufaktur und einem Ausflug zum Vogelpark in Schotten.

Zu wenige Betreuer

Acht Menschen betreuen die 30 Kinder ehrenamtlich. „Wir könnten doppelt so viele Kinder nehmen, aber wir sind zu wenige Betreuer. Es interessiert sich niemand mehr für das Ehrenamt. So müssen wir bei dieser Anzahl stoppen“, sagt Matys. Die Gruppe arbeitet unentgeltlich, aber nicht umsonst. „Die Kinder geben einem so viel Freude, wenn sie mit ihren Händen etwas Schönes geschaffen haben“, sagt Matys. Wenn die Kinder strahlten, habe sich die Arbeit gelohnt.

Durch Spenden finanziert

Die Planungsgruppe Ferienspiele wird durch Spenden von Vereinen, Banken und Firmen unterstützt.

Die Materialien stellt die Planungsgruppe, teilweise sind sie selbst gesammelt. „Die Einnahmen aus dem Pass decken nur einen Bruchteil der Ausgaben, aber nur so bleibt es für viele Eltern erschwinglich“, sagt die Ehrenamtliche. Als nächstes geht es dann von den Holzkatzen zu den Leseratten. Damit bei den Kindern in den Ferien keine Langeweile aufkommt.

Von Leona Nieswandt

Quelle: HNA

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