Höhepunkte aus zehn Jahren

Kinderzirkus Rand und Band Zierenberg feierte 10. Geburtstag

Rand und Band in der total verrückten Clownsschule: Die Kinder des integrativen Zirkusprojektes zeigten am Sonntag das Beste aus zehn Jahren und verabschiedeten unter Tränen Zirkusgründerin Carola Friedmann (mitte). Foto: Hoffmann

Zierenberg. Vom Bürgerhaus aus startete die „Zierenberg Airline“ am Sonntagnachmittag in ein spannendes Abenteuer der Zirkuskünste. Zum zweiten Mal schon war die Maschine vollgepackt mit den kleinen Artisten des Kinderzirkus Rand und Band.

Sie hob bereits 2012 einmal ab in eine Welt, in der Jonglage, Artistik und Illusion das Leben beherrschen.

Der Flug führte unter anderem direkt hinein in ein Puppentheater, in dem Stelzenläufer kleine Marionetten lebendig werden ließen. Irgendwie kam auch das bekannt vor, waren die Puppen doch schon 2010 einmal durchs Zierenberger Bürgerhaus gewandelt. Gehen den Zirkusmachern etwa die Ideen aus? Nein, ganz und gar nicht, zum zehnjährigen Geburtstag des integrativen Zirkusprojekts zeigten sie ganz bewusst die Höhepunkte aus vergangenen Galas, die die begeisterten Zirkusreisenden mitnahmen über die Wolken, auf hohe See, in den Wilden Westen oder auch in die total verrückte Clownsschule, die auch acht Jahre nach ihrer Erstaufführung nichts an Witz verloren hat.

Aus Vergangenheit gelernt

Lebendige Marionetten im Puppenmuseum: Alena Rudolph (links) und Charlotte Liebig.

Dass die Störche, die vor zwei Jahren über die Bühne stolziert sind, nicht nur einen bleibenden Eindruck bei den Zuschauern, sondern auch bei den Akteuren hinterlassen hatten, verriet ein Blick zurück. Bei der Premiere nämlich waren die Federn auf die T-Shirts der Akteure gemalt worden und das, als sie diese schon an hatten. Ergebnis: farbenfrohe Federkleider direkt auf der Haut. Daraus haben die Zirkusmacher gelernt und die Shirts in diesem Jahr früh genug angefertigt, sodass die Farbe bis zur Show trocken war.

Neben den Höhepunkten aus zehn Jahren Rand und Band durften auch einige neue Nummern nicht fehlen, wie etwa waghalsige Fahrten mit dem Einrad über eine Rampe, die das kreative Chaos perfekt machten. Das Repertoire reichte von einer romantischen Seillaufnummer über Jonglagesequenzen bis hin zur Luftakrobatik und bewies einmal mehr, welch bemerkenswerte Dynamik solch ein Gemeinschaftsprojekt entwickeln kann. Das Zusammenspiel von Teilnehmern mit und ohne Behinderung ist vorbildlich, schafft merklich Selbstvertrauen und soziale Kompetenzen, fördert nicht nur die Motorik, sondern auch die Talente und Fähigkeiten jedes einzelnen. Einziger Wermutstropfen: Rand-und-Band-Gründerin Carola Friedmann verabschiedete sich mit der Gala von ihren Zirkuskindern, um sich künftig neuen Projekten zu widmen. Als der Rand und Band Flieger am Ende einer kunderbunten Zirkusreise wieder sicher auf der Bürgerhausbühne gelandet war, gab es für sie noch einen dicken Blumenstrauß als Dankeschön.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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