Kirchberger Jugend braucht neues Zuhause – Ortstermin im Gasthaus Ritter

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Ein mögliches neues Zuhause: von links Werner Lange, Günter Pfarr, Robert Bergmann und Dr. Holger Alfred Steuer hinter der Theke des ehemaligen Gasthofs Ritter in Kirchberg.

Kirchberg. Die Suche nach einem neuem Zuhause für den Jugendclub kommt in Schwung. Die Eigentümer der seit 2006 leerstehenden Gaststätte Ritter haben das Gebäude ins Spiel gebracht.

Erst am Anfang der Woche trafen sich die 15 Mitglieder der Findungskommission zu ihrer konstituierenden Sitzung und schon gibt es einen ersten Besichtigungstermin.

Wir haben mit Bürgermeister Werner Lange den Kommissionmitglieder Günter Pfarr (Kirchberg) und Robert Bergmann (Niedenstein) und Dr. Holger Alfred Steuer, dem Ehemann der Eigentümerin, schon mal einen Blick in den heruntergekommenen Gasthof geworfen:

„Wir wollen auf keinen Fall der Suche vorweggreifen und Unruhe in die Nachbarschaft bringen“, sagt Werner Lange. Sein Fazit fällt indes positiv aus. Die Räume seien grundsätzlich hervorragend geeignet. Ein großer Saal (150 Quadratmeter), eine Bühne, ein Hof mit Parkmöglichkeiten, Theken, ein Keller, umfangreiche Sanitäranlagen und sogar ein großes Grundstück an der Ems gelegen.

Auch wenn die Technik, die Installationen und die Heizung nach Aussage Steuers einwandfrei funktionierten, an dem Gebäude sei eine Menge zu tun. Erfreulich wäre auch, sagte Günter Pfarr, dass an dem Schandfleck im Ort etwas geschehe.

Der Hof ist überwuchert und es liegt Müll herum. Aus gesundheitlichen Gründen konnte sich Holger Steuer zuletzt nicht mehr um den Hof kümmern. Die notwendigen Investitionen habe er indes nicht gescheut. Obwohl nur schlechte Chance für einen Verkauf oder eine Vermietung bestehen, habe er für viel Geld die Bausubstanz erhalten. Teile der Regenrinne und des Dachs mussten ersetzt werden und es gebe neue Stromleitungen und eine Heizung.

Es gehe ihm und seiner Frau Karin dabei nicht ums Geld. „Wir wären schon froh, wenn jemand das Gebäude in Schuss bringt und nutzt. So verfällt es nur weiter.“ Er könne sich vorstellen, dass die Stadt die Investitionen großzügig abwohne. Auch Robert Bergmann fände das Gebäude grundsätzlich geeignet. „Man darf sich nicht täuschen lassen, es würde unwahrscheinlich viel Arbeit auf die Jugendlichen warten.“ Aber deren Engagement sei zugesagt.

Am Samstag, 24. März wird sich die Kommission das Gebäude ansehen, außerdem auch noch das Dorfgemeinschaftshaus. Bis zum November wolle man den Stadtverordneten einen neuen Standort präsentieren, sagt Lange. Insgesamt habe man drei Jahre Zeit für den Umzug. (ddd)

Quelle: HNA

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