Keine Perspektive mehr für den Weiterbetrieb

Kirchberger Lädchen ist seit Jahresbeginn geschlossen

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Die Tür ist jetzt zu: Carlos Peter (Erster von links), Petra Peter, Monika Vössing, Christof Peter, Rosi Nolte, Tanja Nuhn, Frederike Tolloch, Jürgen Nuhn und Marcel Tolloch mit Tochter Linea trauern um den Laden.

Kirchberg. „Kirchberger Lädchen wieder geöffnet“– diese Nachricht stand im März vor drei Jahren in unserer Zeitung. Doch der kleine Laden im Niedensteiner Stadtteil ist seit Jahresbeginn wieder zu.

Die Eheleute Tanja und Jürgen Nuhn hatten 2015 die Initiative ergriffen und wollten die Erfolgsgeschichte des vor knapp 20 Jahren von Anneliese Itter gegründeten und von 2007 bis Dezember 2014 von Gisela Lecke geführten Lädchens fortführen. Dazu gehörte auch die Weiterbeschäftigung von Monika Vössung, des „guten Geists“ des Lädchens.

Trotz Erweiterung des Sortiments und einer Reihe von Dienstleistungsangeboten sehen sich die Betreiber aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, das Lädchen zu schließen.

Laut Jürgen Nuhn ist der demografische Wandel, wozu unter anderem neben Geburten- und Sterbefallentwicklung auch beruflich bedingte Umzüge von Familien gehören, der Grund für den Kunden- und somit auch den Umsatzrückgang. Die Entscheidung sei sehr bedauerlich, auch für Tanja Nuhn und Monika Vössing, die sechs Tage in der Woche für die Kunden des Lädchens da waren. Für die HNA-Aktion Advent überreichte Tanja Nuhn eine proppevolle Spendenbox. Eine Nachfolgerin als Spendensammlerin fand sich sofort: Friseurmeisterin Petra Peter, die ihr Geschäft seit knapp 25 Jahren in Kirchberg betreibt, erklärte sich bereit, in diesem Jahr eine Box aufzustellen. Der Eigentümer des Kirchberger Lädchens, Wilfried Itter, teilte auf Anfrage mit, dass bisher noch keine Pläne zur weiteren Nutzung vorliegen.

Quelle: HNA

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