Kirche in Niedermöllrich nach acht Monaten wieder geöffnet

In der fertig sanierten Niedermöllricher Kirche: von links Heidi Fiedler (Küsterin), Bauingenieur Holger Albrecht, Pfarrer Bernd Hochschorner, Willy Engemann (Ehrenamtlicher) und Jutta Pippert (Vorsitzende Kirchenvorstand). Sie alle freuen sich, dass in der Kirche wieder Gottesdienst gefeiert wird. Foto: Laumann

Niedermöllrich. Der Putz rieselte von der Wand, die marode Decke musste mit Holzplatten gestützt werden. Jetzt erstrahlt die Kirche in Niedermöllrich in neuem Glanz.

Zehn Jahre lang haben sich die Gläubigen mit Flickschusterei beholfen. Jahr um Jahr haben sie dafür gekämpft, dass ihre Kirche in Niedermöllrich renoviert wird. Immer wieder haben sie bei der Landeskirche Fördermittel beantragt und Gutachten vorgelegt. Im Mai war es so weit: Das Dach wurde saniert, die Decke und die Wände wurden renoviert. Von dem Ergebnis können sich die Niedermöllricher am Sonntag ein Bild machen. Dann wird in der Kirche wieder Gottesdienst gefeiert.

Größte Baustelle war das Dach. Weil das undicht war, hatten in den vergangenen Jahren die darunter liegenden Holzbalken gelitten. Tropfen für Tropfen hat sich die Feuchtigkeit durch das Holz gefressen, wie Willy Engemann erklärt. Der Niedermöllricher hat sich während der vergangenen acht Monate immer wieder auf der Baustelle umgesehen.

Mit Schilfrohr und Lehm

Die morschen Balken wurden ausgetauscht, das Dach neu eingedeckt. In die Decke wurden Schilfrohrmatten mit Lehm eingelassen. „Das ist ein vernünftiger Aufbau, das hat funktioniert“, sagt Bauingenieur Holger Albrecht. Auch die Kalkulation sei geglückt, wie Pfarrer Bernd Hochschorner erklärt. Es war noch Geld übrig, um auch das Kircheninnere anzugehen. So wurden die Decke und die Wände gestrichen. Die Arbeiten waren insgesamt mit 224 000 Euro veranschlagt. 171 000 Euro hatte die Landeskirche beigesteuert, der Kirchenkreis hatte sich mit 40 000 Euro beteiligt. Von der Kirchengemeinde wurden 13 000 Euro geschultert.

Die Rechnung sei aufgegangen. „Es ist eine Punktlandung“, sagt Albrecht. Den Rest haben in den letzten Tagen und Wochen die Niedermöllricher übernommen. Sie haben allen Staub und Schmutz weggeputzt. Jutta Pippert, Vorsitzende des Kirchenvorstand freut der Einsatz: „Das war eine gute Dorfaktion.“

• Termin: Gottesdienst am Sonntag, 11. Dezember, 14 Uhr. Die Festpredigt hält Dekanin Sabine Tümmler. Anschließend Kaffee und Kuchen in der Kirche.

Neue Pfarrerin übernimmt im Februar

Ein Jahr war die Pfarrstelle Niedermöllrich nicht besetzt. Nachdem Pfarrer Helge Abel im Februar dieses Jahres nach Fulda gewechselt ist, gab es keinen Nachfolger. Die Lücke hat bisher Pfarrer Bernd Hochschorner aus Gensungen übernommen. Jetzt steht fest: Zum 1. Februar wird die Pfarrstelle wieder besetzt. Ute Maria Grasmäder wird nach Niedermöllrich wechseln. Sie ist derzeit Pfarrerin im Kirchspiel Meißner-Abterode. (akl)

Quelle: HNA

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